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26.11.2020 | Diagnostik in der Nephrologie | Kasuistiken | Ausgabe 3/2021

Der Internist 3/2021

Persistierende Anämie nach Nierentransplantation bei einem 36-jährigen Patienten – eine ungewöhnliche Ursache

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 3/2021
Autoren:
M. Mäske, M. Haubitz, S. Graf, G. Köhler, P. Kostrewa, P. Benöhr
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Haller, Hannover (Schriftleitung)
B. Salzberger, Regensburg
C.C. Sieber, Nürnberg

Zusammenfassung

Bei einem 36-jährigen Patienten wurde eine allogene Nierentransplantation durchgeführt (Match 1‑1‑0, Zytomegalievirus [CMV] Donor [D] +/Empfänger −, hohes Risiko). Elf Jahre zuvor war es zu einer Dialysepflichtigkeit im Rahmen einer bioptisch gesicherten tubulointerstitiellen Nephritis gekommen. Nach Transplantation ereignete sich im Verlauf des initialen stationären Aufenthalts ein sukzessiver Hämoglobinabfall von 11,4 g/dl auf 7,3 g/dl. Initial war dies erklärt durch die stattgehabte Nierentransplantation und einer chronisch fibrosierende Antrumgastritis mit Erosionen. Trotz wiederholter Transfusion von Erythrozytenkonzentraten bestand eine refraktäre Anämie, weswegen sich der Patient mehrfach in unserer Klinik zur weiteren Diagnostik und Therapie vorstellte. Bei Darstellung von Riesenproerythroblasten im Knochenmark sowie dem quantitativen Nachweis von Parvovirus B19 (>900 Mio. IU/ml DNA-Replikationen) imponierte das Bild einer virusassoziierten Aplasie der Erythropoese. Eine intravenöse Immunglobulinapplikation wurde etabliert und zeigte einen langfristigen therapeutischen Erfolg.

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