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02.07.2019 | Diagnostik in der Nephrologie | Leitthema | Ausgabe 4/2019

Der Nephrologe 4/2019

Vom akuten Nierenversagen in die chronische Niereninsuffizienz

Zeitschrift:
Der Nephrologe > Ausgabe 4/2019
Autoren:
K. Boss, Prof. Dr. A. Kribben
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Haller, Hannover
W. Kleophas, Düsseldorf

Zusammenfassung

Das akute Nierenversagen (ANV) ist die häufigste und kostenintensivste Erkrankung im Krankenhaus. Im Zuge der demographischen Entwicklung und verbesserter therapeutischer Optionen tritt das ANV zunehmend häufiger auf und wird öfter überlebt. Somit steigt auch die Anzahl derer, die ein potenzielles Risiko für die Entwicklung einer Progression einer vorbestehenden chronischen Nierenkrankheit (CKD) oder einer De-novo-CKD haben. Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) empfiehlt eine Evaluation 3 Monate nach Auftreten eines ANV mit Bestimmung von Serumkreatinin und Albuminurie. Werden die CKD-Kriterien zu diesem Zeitpunkt nicht erfüllt, ist der Patient trotzdem zukünftig als Risikopatient zu betrachten. Zur Bestimmung der Auftretenswahrscheinlichkeit einer möglichen CKD eignet sich der James-Risk-Score aus 6 Routineparametern. Allerdings geht bei einem Großteil der Patienten die Diagnose „Z. n. ANV“ im poststationären Verlauf durch lückenhafte Dokumentation, intersektoralen Informationsverlust und mangelnde Aufklärung des Patienten verloren. Neue IT-gestützte Alarmsysteme können helfen, ein ANV häufiger und früher zu diagnostizieren und so eine fachspezifische nephrologische Mitbetreuung gezielt zu initiieren.

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