Skip to main content
main-content

26.05.2021 | Diagnostik in der Onkologie | Übersichten | Ausgabe 4/2021

Der Pathologe 4/2021

MSI-Testung

Was ist neu? Was ist zu beachten?

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 4/2021
Autoren:
Prof. Dr. Josef Rüschoff, Gustavo Baretton, Hendrik Bläker, Wolfgang Dietmaier, Manfred Dietel, Arndt Hartmann, Lars-Christian Horn, Korinna Jöhrens, Thomas Kirchner, Ruth Knüchel, Doris Mayr, Sabine Merkelbach-Bruse, Hans-Ulrich Schildhaus, Peter Schirmacher, Markus Tiemann, Katharina Tiemann, Wilko Weichert, Reinhard Büttner
Wichtige Hinweise

Redaktion

W. Roth, Mainz
Die englische Version dieses Beitrags ist unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00292-021-00948-3 zu finden.

Zusammenfassung

Aufgrund neuer Studiendaten mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) gewinnt der Nachweis einer hochgradigen Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) bzw. der zugrunde liegenden Mismatch-Repair-Protein-Defizienz (dMMR) nun auch zur Prädiktion von Therapieansprechen zunehmend an Bedeutung. Aktuell wurde von der Europäischen Medizinischen Agentur (EMA) erstmals ein PD-1-ICI (Pembrolizumab) für die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen (Stadium IV) dMMR/MSI‑H kolorektalen Karzinoms (KRK) zugelassen. Weitere Indikationen, wie z. B. für das metastastasierte dMMR/MSI-H-Endometriumkarzinom (EK) in der Zweitlinientherapie (Dostarlimab) sind bereits gefolgt, andere werden noch im laufenden Jahr 2021 erwartet. Dies erfordert eine Neubewertung der Frage nach der optimalen Testung in der Routinediagnostik. Auf Basis einer Abwägung von Stärken und Schwächen der in der Breite zur Verfügung stehenden Methoden (Immunhistochemie und PCR) wird ein Testalgorithmus vorgeschlagen, der qualitätsgesichert eine zuverlässige und kosteneffektive dMMR/MSI-H-Testung erlaubt. Für das KRK und EK ist damit analog internationaler Empfehlungen (NICE, NCCN) eine Testung bereits bei der Primärdiagnose möglich. Somit wird der Kliniker von vornherein in die Lage versetzt, neben den prädiktiven auch die prognostischen und prädispositionsbedingten Implikationen eines solchen Tests bei der Beratung von Patienten und Erarbeitung von Therapieempfehlungen zu berücksichtigen. Als Grundlage der Qualitätssicherung wird die Teilnahme an Ringversuchen und eine fortlaufende Ergebnisdokumentation (z. B. QuIP-Monitor) empfohlen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Für Ihren Erfolg in Klinik und Praxis - Die beste Hilfe in Ihrem Arbeitsalltag als Mediziner

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2021

Der Pathologe 4/2021 Zur Ausgabe

Schwerpunkt: Prädiktive molekulare Pathologie für die gezielte Tumortherapie

Next Generation Sequencing in der Pathologie

Schwerpunkt: Prädiktive molekulare Pathologie für die gezielte Tumortherapie

Defizienz der homologen Rekombinationsreparatur als prädiktiver Marker

Schwerpunkt: Prädiktive molekulare Pathologie für die gezielte Tumortherapie

Molekulare Tumorboards – Einblicke und Ausblicke

Schwerpunkt: Prädiktive molekulare Pathologie für die gezielte Tumortherapie

Varianteninterpretation in der molekularen Pathologie und Onkologie

Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Pathologie

Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Pathologie

  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Der Pathologe 6x pro Jahr für insgesamt 445,00 € im Inland (Abonnementpreis 416,00 € plus Versandkosten 29,00 €) bzw. 463,00 € im Ausland (Abonnementpreis 416,00 € plus Versandkosten 47,00 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 37,08 € im Inland bzw. 38,58 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inklusive dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.
     

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com

     

  2. Das kostenlose Testabonnement läuft nach 14 Tagen automatisch und formlos aus. Dieses Abonnement kann nur einmal getestet werden.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Kasuistik: Die Herausforderung Siegelringzellkarzinom

Der Patient mit einem Siegelringzellkarzinom hat trotz ungünstiger Prognose ein außergewöhnlich langes Überleben. Nach Krankheitsprogression in der Erstlinie zeigt der Patient ein Ansprechen auf eine bestimmte Zweitlinientherapie. Erfahren Sie hier, für welche Zweitlinientherapie Prof. Dr. med. Michael Stahl sich entschieden hat!

ANZEIGE

Schnell und häufiger als erwartet: Progress in der Erstlinie des mCRC

Beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) ist ein schneller Progress in der Erstlinie keine Seltenheit. Jeder 4. Patient mit mCRC ist davon betroffen. Erfahren Sie in diesem Video, was die Ursachen für einen schnellen Progress sein können und welche vielversprechende Option für schnell progrediente Patienten in der Zweitlinie zur Verfügung steht. Erfahren Sie hier mehr!

ANZEIGE

GI-Tumore und die Rolle von Angiogenesehemmern

Entdecken Sie mit praxisrelevanten Patientenfällen, kompakten Studieninhalten, informativen Experteninterviews und weiteren spannenden Inhalte, wie Sie den vielseitigen Herausforderungen bei GI-Tumoren begegnen können. Hier erfahren Sie mehr!

Passend zum Thema

ANZEIGE

19.04.2021 | Onlineartikel

Thromboseprophylaxe bei GI-Tumoren: Erstmal daran denken

Obere gastrointestinale Tumoren, allen voran das Pankreaskarzinom aber auch Ösophagus- und Magenkarzinome, gehen oft mit Thromboembolien einher. Als internistischer Onkologe erläutert Prof. Dr. Ralf Hofheinz, Mannheim, welche antikoagulatorischen Maßnahmen bei der stationären Behandlung und im ambulanten Setting betroffener Patienten durchzuführen sind. Dabei berücksichtigt er das besondere Blutungsrisiko genauso wie mögliche Arzneimittelinteraktionen. 

ANZEIGE

Publikation: Individuelles Thrombosemanagement bei „3G“-Tumoren

Bei Patienten mit gastrointestinalen, genito-urologischen und gynäkologischen Tumoren („3G“) besteht unter therapeutischer Antikoagulation ein im Vergleich zu anderen Krebsarten deutlich erhöhtes Blutungsrisiko. Wie diese Risiken einzuordnen sind und wie in der Praxis damit umgegangen wird, diskutierten Onkologen und Gerinnungsexperten bei der 65. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH).

ANZEIGE

Management von Thromboembolien bei Krebspatienten

Die Thromboembolie ist neben Infektionen die zweithäufigste Todesursache bei Krebspatienten. Die Behandlung der CAT (cancer associated thrombosis) ist komplex und orientiert sich am individuellen Patienten. Angesichts einer Vielzahl zur Verfügung stehender medikamentöser Behandlungsoptionen finden Sie hier Video-Experteninterviews, Sonderpublikationen und aktuelle Behandlungsalgorithmen zur Therapieentscheidung auf Basis von Expertenempfehlungen.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Innovativer Ansatz: personalisierte Therapie mit CAR-T-Zellen

Es gibt Tumoren, die Tumorantigene nur schwach exprimieren und so der Immunantwort entkommen können. Ein neuer Therapieansatz – die CAR-T-Zelltherapie – kann die eigenen Immunzellen des Patienten dazu befähigen, den Tumor wieder zu identifizieren. Lesen Sie, was Sie zur Therapie wissen sollten.

ANZEIGE

CAR-T-Zelltherapie: Ablauf der „lebenden Krebstherapie“

Maligne Tumoren entstehen, wenn das Immunsystem die Tumorzellen nicht ausreichend bekämpfen kann. Ein neuer Therapieansatz, die CAR-T-Zelltherapie, nutzt T-Zellen des Patienten und befähigt sie dazu, die Tumorzellen zu identifizieren und zu bekämpfen. Lesen Sie mehr zur „lebenden Krebstherapie“.

ANZEIGE

OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

Maßgeschneiderte Krebstherapien für bessere Überlebensaussichten, Prädiktion des Therapieansprechens oder genaue Prognosen von Krankheitsverläufen in der Onkologie: Informieren Sie sich zur Therapie verschiedener Tumorentitäten und dem State of the Art auf dem Weg zu einer personalisierten Medizin.

Bildnachweise