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Zwei schwere Fälle von disseminiert-kutanen, nichttuberkulösen Mykobakteriosen durch Mycobacterium haemophilum

Erschienen in:

Zusammenfassung

Mycobacterium (M.) haemophilum ist ein seltener Erreger aus der Gruppe der langsam wachsenden nichttuberkulösen Mykobakterien (NTM), der v. a. bei immunkompromittierten Patienten Krankheiten verursachen kann. Der kulturelle Nachweis ist erschwert, da M. haemophilum nur unter speziellen Anzuchtbedingungen wächst. Es wird daher angenommen, dass der Erreger als Krankheitsursache insgesamt zu selten identifiziert wird. Neben Patienten mit schweren Immundefekten z. B. durch Aids, Chemotherapien oder Immunsuppression nach Transplantationen werden in der Literatur auch zunehmend Patienten mit rheumatischen Grunderkrankungen beschrieben, welche durch die eingesetzten Immunsuppressiva gefährdet sind. Klinisch stehen ulzerierende Hautveränderungen, Lymphadenopathien und Arthropathien im Vordergrund. Bei immunsupprimierten Patienten mit unklaren Hautveränderungen, sollte eine M.-haemophilum-Infektion in Erwägung gezogen und eine spezifische mikrobiologische Diagnostik veranlasst werden.
Titel
Zwei schwere Fälle von disseminiert-kutanen, nichttuberkulösen Mykobakteriosen durch Mycobacterium haemophilum
Verfasst von
Dr. med. Martin Nielsen
Carolin Kreiter
Silke Polsfuß
Andreas Krause
Publikationsdatum
26.11.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 2/2023
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-021-01131-y
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Bildnachweise
Nichttuberkulöse Mykobakteriosen: vor, wahrend und nach der Therapieeinleitung/© Nielsen M et al / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Mann und Frau küssen sich/© AS/peopleimages.com / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Ältere Dame hält Tabletten und Packungsbeilage in den Händen/© Vladimir Vladimirov / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)