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01.10.2019 | Leitthema | Ausgabe 11/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 11/2019

Diagnostik und Behandlung ausgesuchter akuter Arzneimittelvergiftungen mit hoher klinischer Relevanz

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 11/2019
Autoren:
Julia Tschirdewahn, Univ.-Prof. Dr. med. Florian Eyer

Zusammenfassung

Akute Arzneimittelvergiftungen durch akzidentelle oder selbstschädigende Überdosierungen sind für 5–10 % der Notarzteinsätze in Deutschland verantwortlich. Die Behandlung von asymptomatischen bis hin zu lebensbedrohlichen Verläufen bedarf umfangreicher Fachkenntnis. Dieser Beitrag gibt auf Grundlage einer selektiven Literaturrecherche einen Überblick über ausgesuchte klinisch relevante, akute Arzneimittelvergiftungen hinsichtlich Epidemiologie, Symptomatik, Diagnostik und Therapie.
Psychopharmakaintoxikationen gehören zu den häufigsten Vergiftungen durch Arzneimittel. Vergiftungen mit trizyklischen Antidepressiva verursachen anticholinerge, zentralnervöse und kardiovaskuläre Symptome. Weniger toxisch sind selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI), deren Vergiftungsbild ggf. durch das Serotoninsyndrom charakterisiert sein kann. Das maligne neuroleptische Syndrom ist eine schwere Komplikation der Neuroleptikavergiftung.
Vergiftungen mit Analgetika sind aufgrund ihrer hohen Verfügbarkeit klinisch relevant. Für Paracetamolvergiftungen steht intravenöses Acetylcystein als Antidot zur Verfügung. Bei schwerer Salizylatintoxikation ist ggf. eine Hämodialyse indiziert. Vergiftungen mit nichtsteroidalen Antirheumatika sind meist nur mit milden Intoxikationszeichen verbunden.
Vergiftungen mit Kardiaka (β‑Blocker und Kalziumantagonisten) können lebensbedrohliche kardiovaskuläre Ereignisse verursachen. Neben einer symptomatischen Therapie spielt u. a. die Insulin-Glucose-Therapie eine wichtige Rolle.
Ein Großteil der akuten Arzneimittelvergiftungen ist durch symptomatische und zum Teil intensivmedizinische Maßnahmen – ggf. unter Anwendung von primärer und sekundärer Giftelimination – adäquat zu behandeln. Je nach Schwere der Intoxikation sind pharmakonspezifische Therapiemaßnahmen einzuleiten.

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