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DiaLecT 2020 - Diabetes Lecture Transfer

Dies ist ein Angebot unseres Content-Partners* Berlin-Chemie AG, der für diesen Inhalt verantwortlich ist.

Diabetes & Ernährung

Randle Debate: Die „Kohlenhydrate vs. Fett“ -Debatte neu diskutieren

Die richtige Ernährung ist noch immer ein heiß debattiertes Thema. Mediterrane Ernährungsstile mit vielen hochwertigen, frischen und unverarbeiteten Produkten sind nach wie vor empfehlenswert. Ein hoher Anteil hoch-verarbeiteter Lebensmittel an der Ernährung kann zu einer Erhöhung der Nahrungsaufnahme und zu Gewichtszunahme führen. Bei Kohlenhydraten kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität an.

Medizin in der Küche – so einfach und doch so wenig angewandt

Kochkünste korrelieren positiv mit dem täglichen Gemüsekonsum und Essen zu Hause führt zu einem besseren Gesundheitszustand, unter anderem durch eine Reduktion des BMI. Allerdings sind Gesundheitsspezialisten im Bereich der Ernährung unzureichend ausgebildet. Nur wenige Minuten Ernährungsberatung können zu einer Reduktion von Gewicht und Lipidwerten beitragen und damit einen wichtigen Baustein für die Primärprävention bilden.

Muskelgewebe wie ein „Dry Aged Steak“ – friend or foe?

Während subkutanes Fettgewebe mit einem reduzierten Risiko für chronische Erkrankungen, einer höheren Insulinsensitivität und einem günstigeren Lipidprofil assoziiert ist, ist intermuskuläres Fettgewebe assoziiert mit Glukose-Intoleranz, Insulinresistenz und einer verringerten körperlichen Funktionsfähigkeit. Intermuskuläres Fett akkumuliert mit Gewichtszunahme, sitzendem Lebensstil und kohlenhydratreicher Ernährung.

Diabetes & Übergewicht

Ansätze zur dauerhaften Gewichtsabnahme

Gewichtsabnahme bleibt ein wichtiges Thema bei adipösen Patienten mit Typ-2-Diabetes. Effektive Möglichkeiten für eine Gewichtsreduktion bilden beispielsweise die zeitliche Begrenzung der Nahrungsaufnahme oder intermittierendes Fasten. Die Erhaltung der Gewichtsabnahme stellt jedoch unabhängig von der Art der Intervention ein großes Problem dar. Der Stellenwert hormoneller Ansätze ist noch nicht abschließend geklärt.

Remission des Typ-2-Diabetes: Alles auf Anfang – aber wie?

Die partielle oder vollständige Remission kann unter bestimmten Voraussetzungen auch durch kalorienreduzierte Diät und Lifestyle-Interventionen gelingen. Bariatrische Eingriffe zeigen bei entsprechender Indikation die höchsten Remissionsraten und eine Verbesserung kardiovaskulärer Endpunkte.

Bariatrische Chirurgie: Einfach operieren und alles wird gut?

Das postoperative Management nach bariatrischen Operationen ist herausfordernd. Häufige Komplikationen sind unter anderem Nährstoffmangel sowie eine abnehmende Knochendichte. Bei Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes ist die Methode effektiver in Bezug auf Gewichtsreduktion, Remissionsraten und den mikroangiopathischen (renalen) Outcome. Allerdings sind die Komplikationsraten bei Jugendlichen höher als bei Erwachsenen.

Diabetes & medikamentöse Therapie

VERTIS-CV-Outcome-Studie – Das Klassenziel verfehlt?

Die VERTIS-CV-Outcome-Studie untersuchte den Effekt von Ertugliflozin, einem selektiven SGLT2-Inhibitor, auf einen kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärer Mortalität, nicht-tödlichem Myokardinfarkt und Schlaganfall. Dabei zeigte sich Ertugliflozin gegenüber Placebo nicht unterlegen. In Bezug auf Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz demonstrierte Ertugliflozin eine relative Risikoreduktion von 30 %.

SGLT2-Inhibitoren – Wie wirken sie denn nun kardioprotektiv!!? „Nicht alles kann erklärt werden… noch muss es sein.“

SGLT2-Inhibitoren besitzen möglicherweise „pleiotrope“ Effekte, die weitestgehend unabhängig von einer Glukosesenkung sind. So gibt es mehrere potenzielle kardioprotektive Mechanismen, die den Benefit einer SGLT2-Inhibitor-Therapie bei Herzinsuffizienz unterstreichen. Dazu gehören unter anderem eine Inhibition von NHE-1, ein Anstieg der EPO-Konzentration und reno-kardiale Signalwege.

Icosapenthyl-Säure bei Hyper-TG bei T2D – REDUCE-IT-Trial

Niedrigdosierte Omega-3-Präparate zeigen keinen signifikanten kardiovaskulären Vorteil. In einer Studie mit hochdosiertem Icosapent-Ethyl zeigte sich dagegen eine relative Risikoreduktion von 24,8 % und eine absolute Risikoreduktion von 4,8 % in Bezug auf das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse. Die Ergebnisse dieser Studie wurden bereits in mehreren internationalen Leitlinien berücksichtigt.

Metformin in der Schwangerschaft – ist der Einsatz sinnvoll und sicher?

Ein Typ-2-Diabetes der Mutter stellt einen Risikofaktor für die perinatale Mortalität dar. Metformin verringert die Insulinresistenz bei Mutter und Fötus, begrenzt die Gewichtszunahme der Mutter und reduziert das Risiko für eine Makrosomie des Fötus. Es gibt Hinweise für die Unbedenklichkeit der Anwendung im ersten Trimenon. Allerdings erhöht Metformin das Risiko für eine spätere Gewichtszunahme im Kindesalter.

Junge oder Mädchen? Geschlechterverhältnis (Sex Ratio) von Empfängnis bis Geburt

Bei Schwangerschaften mit männlichem Fötus ist das Risiko für einen Gestationsdiabetes der Mutter erhöht. Zum Zeitpunkt der Empfängnis scheint das Geschlechterverhältnis (männlich:weiblich) ausgeglichen zu sein. Aus unterschiedlichen Mortalitätsraten ergibt sich bei Geburt ein geringer männlicher Bias. Das Geschlechterverhältnis wird durch Typ-1-Diabetes verringert und durch Gestationsdiabetes erhöht.

GLP-1 Produktion in α-Zellen

Eine ventrale Sleeve-Gastrektomie führt über Stoffwechelveränderungen zu einer verbesserten Glukoseregulation und Inselzellfunktion. Außerdem wird die Expression von GLP-1 und PC1/3 durch α-Zellen gesteigert. Liraglutid erhöht über seinen Effekt an GLP-1-Rezeptoren ebenfalls die Produktion von GLP-1 und PCSK1 in α-Zellen, was mit einer erhöhten Expression von anderen bekannten β-Zellgenen assoziiert ist. In einer Subpopulation humaner α-Zellen kommt es dadurch sogar zur Produktion von Insulin.

Artificial Pancreas-Systeme – Single-Hormone oder Dual-Hormone?

Klassische Artificial Pancreas-Systeme basieren auf der automatisierten Freisetzung von Insulin. Bei Typ-1-Diabetes kommt es jedoch auch zu einer Alpha-Zell-Dysfunktion und damit zu einer inadäquaten Glukagonsekretion. Systeme, die zusätzlich zu Insulin auch Glukagon freisetzen, zeichnen sich daher durch ein geringeres Hypoglykämierisiko aus. Allerdings fehlen zu solchen Systemen bislang Langzeitdaten.

Insulinpumpentherapie – ein Hormon reicht nicht!?

Möglicherweise kann es bei Insulinpumpen in Kombination mit kontinuierlicher Glukosemessung sinnvoll sein, zusätzlich zu Insulin auch Glukagon zu verabreichen. In einer autoregressiven Zeitreihenanalyse zeigte sich bei 8 von 10 Teilnehmern ein niedrigerer mittlerer Glukosewert, der zusätzlich zu einer deutlichen Reduktion von Hypoglykämien führte. Übelkeit als Nebenwirkung zeigte sich mit Glukagon dabei eher reduziert.

Diabetes und körperliche Aktivität - Wann, wieviel und welche Anpassungen der Insulintherapie?

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft empfiehlt 20 Minuten Training an 6–7 Tagen pro Woche. Allerdings spielt dabei auch der Zeitpunkt des Trainings eine Rolle. Postprandiales Training hat bei Typ-2-Diabetes einen besseren Effekt auf die Glykämiekontrolle als Training im nüchternen Zustand. Bei Typ-1-Diabetes hingegen können belastungsbedingte Hypoglykämien durch Training im nüchternen Zustand besser vermieden werden.

Diabetes & Folgeerkrankungen

Amputationen verhindern – Was geht noch, wenn nichts mehr geht?

Alle 20 Sekunden verliert ein Patient eine Extremität aufgrund von Diabetes mellitus. Eine Diabetiker-Studie untersuchte die Effekte lokaler Knochenmarkszellen-Injektionen bei inoperabler pAVK. Hierfür wurden autologe mononukleare Knochenmarkzellen entnommen und i.m. in Bein- und Fußmuskeln injiziert. Nach der Stammzelltherapie zeigten sich eine verbesserte Wundheilungsrate sowie ein Trend zur Vermeidung von Amputationen.

Diabetische Polyneuropathie – Relevantes für die Praxis

Nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten kann es zu einem klinisch relevanten Blutdruckabfall kommen. Dies kann z.B. zu Stürzen führen. Ein GLP-1-Analogon ist in der Lage, die Hypotension zu verhindern. Studien an Mäusen und beim Menschen zeigen, dass sich durch Polyneuropathie verursachte Schmerzen durch körperliche Aktivität reduzieren lassen. Bei Mäusen führte eine ketogene Ernährung zur Schmerzreduktion bei PNP.

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