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05.12.2018 | Originalien Open Access

Die adaptive Messung des Freiburger Einsilbertests im Störschall

Entwicklung einer Messmethode und Vergleich der Ergebnisse mit dem Oldenburger Satztest

Zeitschrift:
HNO
Autoren:
T. Memmeler, R. Schönweiler, B. Wollenberg, PD Dr. med. habil. J. Löhler

Zusammenfassung

Hintergrund

Während sich die adaptive Messweise unter den Satztests etabliert hat, ist sie bei dem Freiburger Einsilbertest (FBE) als wichtigstem Vertreter der Worttests noch nicht angewendet worden. Da sich die Ergebnisse von Wort- und Satztests wegen der unterschiedlichen Messweise nicht vergleichen lassen, haben wir in dieser Studie einen adaptiven Messalgorithmus auf den FBE im Störschall übertragen, der sich bei Satztests bewährt hat. Die Ergebnisse des neuen Messverfahrens haben wir mit denen des Standards unter den Satztests, dem Oldenburger Satztest (OLSA), verglichen.

Methoden

An 40 otologisch gesunden Probanden wurde in randomisierter Reihenfolge sowohl der adaptiv gemessene FBE als auch der OLSA durchgeführt. Die Ergebnisse wurden bezüglich ihres Zeitbedarfs, möglicher geschlechtsspezifischer Unterschiede und der Reihenfolge der Sprachverstehenstests ausgewertet und hinsichtlich der Korrelation mit dem neuen Test untersucht.

Ergebnisse

Der Zeitbedarf für den adaptiven FBE war signifikant größer als für den OLSA. Bezüglich möglicher geschlechtsspezifischer Unterschiede oder der Präsentationsreihenfolge ließen sich keine signifikanten Unterschiede der Testergebnisse nachweisen. Der mittlere Signal-Rausch-Abstand für das 50 %-Sprachverstehen des OLSA war signifikant kleiner als der des FBE. Zwischen den Ergebnissen beider Tests konnte keine Korrelation nachgewiesen werden.

Schlussfolgerungen

Der FBE kann nicht nur den Diskriminationsverlust als Hörverlust in Prozent, sondern mit einem adaptiven Algorithmus auch die 50 %-Sprachverstehensschwelle messen. Der adaptive FBE ist zeitaufwendiger als der OLSA. Hinsichtlich einer möglichen fehlenden Korrelation der Ergebnisse für das 50 %-Sprachverstehen beider Tests sollten weitere Studien mit Schwerhörenden durchgeführt werden.

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