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Die aktive Sprachentwicklung hochgradig hörgeschädigter und gehörloser Kinder in Abhängigkeit von der hörtechnischen Versorgung

  • 01.10.2003
  • Phoniatrie und Pädaudiologie
Erschienen in:

Zusammenfassung

Der Erfolg der Hör- und Sprachrehabilitation hörgeschädigter Kinder kann an der Entwicklung des aktiven Wortschatzes gemessen werden. Bei hochgradiger Schwerhörigkeit und praktischer Taubheit ist die Entscheidung zwischen Hörgeräte- oder Cochlear-Implant-Versorgung zu treffen. In der vorliegenden Studie wurden 30 hörgeschädigte Kinder, die entweder mit einem Hochleistungshörgerät oder einem Cochlear Implant versorgt worden waren, mit dem Aktiven Wortschatztest für 3- bis 6-Jährige von Kiese-Himmel und Kozielski untersucht. Die Entwicklung des Umfangs des aktiven Wortschatzes in einem Zeitraum von 12 Monaten wurde in Abhängigkeit vom Grad der Hörminderung, Lebensalter bei Diagnosestellung, Dauer, Zeitpunkt und Art der hörtechnischen Versorgung betrachtet und mit einer normal hörenden Referenzpopulation verglichen. Im Ergebnis zeigte die Gruppe der CI-Träger im Vergleich zu den Hörgeräteträgern eine günstigere Sprachentwicklung, obwohl der durchschnittliche Hörverlust in der Gruppe der Hörgeräteträger geringer war. Im Vergleich zur Referenzpopulation normal Hörender verlief die Entwicklung des Umfangs des aktiven Wortschatzes bei allen hörgeschädigten Kindern verzögert. Bei Gleichsetzung des Höralters hörgeschädigter Kinder mit dem Lebensalter normal hörender Kinder erreichten einige CI-Träger hinsichtlich ihres aktiven Wortschatzes Leistungen der Referenzgruppe.
Titel
Die aktive Sprachentwicklung hochgradig hörgeschädigter und gehörloser Kinder in Abhängigkeit von der hörtechnischen Versorgung
Verfasst von
Dr. G. Witt
S. Landgraf
H. W. Pau
Publikationsdatum
01.10.2003
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
HNO / Ausgabe 10/2003
Print ISSN: 0017-6192
Elektronische ISSN: 1433-0458
DOI
https://doi.org/10.1007/s00106-003-0849-3
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