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01.12.2010 | Geschichte der Gefäßchirurgie | Ausgabe 8/2010

Gefässchirurgie 8/2010

Die Chirurgie des Aderlass-Aneurymas im 18. Jahrhundert

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 8/2010
Autoren:
Prof. Dr. W. Hach, V. Hach-Wunderle

Zusammenfassung

Der Aderlass zog sich in unserem Kulturkreis von der Antike über das ganze Mittelalter hinweg bis in die Neuzeit fort, auch wenn sich im Verlauf der Jahrhunderte die theoretischen Gründe für seine Indikation geändert haben. Seine Anwendung erfolgte einerseits zur Erhaltung der Gesundheit und andererseits zur Behandlung der meisten Krankheiten. In der antiken Medizin wurde der Aderlass von Berufsständlern der untersten sozialen Schicht vorgenommen. Im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit gehörte er in die Zuständigkeit der Barbiere, Wundheiler und anderer Lehrberufe des Handwerks. Die studierten Ärzte, die Medicae und Doctores, stellten höchstens die Indikation zur Durchführung, legten selbst aber keine Hand an. Beim Aderlass kam es häufig zu lebensgefährlichen Komplikationen. Dazu gehörte auch die Verletzung von Arterien bei der Venotomie. Die Verletzung der Schlagadern und die Entstehung von Aderlass-Aneurysmen werden zu allen Zeiten bekannt gewesen sein.
Erst im 18. Jahrhundert wurde die Humoralpathologie Galens von der Solidarpathologie abgelöst. Namhafte Ärzte wie Giorgio Baglivi (1668–1707), Giovanni Battista Morgagni (1682–1771) und Marie Francois-Xavier Bichat (1771–1802) verlegten die Krankheitsursachen in die einzelnen Organe. Dennoch dauerte es noch etwa 100 Jahre, bis sich wichtige Stimmen gegen die Aderlass-Therapie erhoben, allen voran Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755–1843), der Begründer der Homöopathie.

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