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Erschienen in: Prävention und Gesundheitsförderung 3/2010

01.08.2010 | Schwerpunkt

Die Diskussion zur Hochschulqualität

Eine Chance für die Gesundheitsförderung?

verfasst von: Prof. Dr. G. Faller

Erschienen in: Prävention und Gesundheitsförderung | Ausgabe 3/2010

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Zusammenfassung

Hintergrund

Ebenso wie andere Bereiche der Gesellschaft unterliegen auch Hochschulen einem gravierenden Wandel. Während sich jedoch die bisher im Zuge des Bologna-Prozesses realisierten Reformen primär an Studienstrukturen und -inhalten ausrichteten, gehen die nun initiierten Neuerungen weiter: Unter dem Stichwort des „New Public Management“ (NPM) stehen heute, mehr als 15 Jahre nach Beginn entsprechender Reformen auf kommunaler Ebene, Fragen der externen und internen Hochschulsteuerung auf der Agenda der Hochschulen und Wissenschaftsministerien. Ein wesentliches Merkmal dieses Wandels ist die verstärkte Konzentration auf Output- und Qualitätsindikatoren.

Ziel

Ziel des vorliegenden Artikels ist es, auf die Relevanz dieser Neuorientierung aus Sicht der Gesundheitsförderung aufmerksam zu machen, offene Fragen zu identifizieren und in Übertragung von Grundsatzpositionen der Gesundheitsförderung Anforderungen für die weitere Qualitätsentwicklung an Hochschulen zu formulieren.

Methode und Ergebnis

Auf Basis einer Zusammenfassung der aktuellen Diskussion zur Eignung quantifzierender Qualitätsindikatoren für Hochschulleistungen wird eine Auseinandersetzung mit deren möglichen Folgen für die sozialen Prämissen von Gesundheit geführt. Im Ergebnis werden praxisbezogene Implikationen für die Weiterentwicklung einer gesundheitsfördernden Hochschulqualität abgeleitet.
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Metadaten
Titel
Die Diskussion zur Hochschulqualität
Eine Chance für die Gesundheitsförderung?
verfasst von
Prof. Dr. G. Faller
Publikationsdatum
01.08.2010
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 3/2010
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763
DOI
https://doi.org/10.1007/s11553-010-0249-y

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