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12.08.2016 | Geschichte der Urologie | Ausgabe 10/2016

Der Urologe 10/2016

Die Geschichte der Nierentransplantation

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 10/2016
Autoren:
M. Hatzinger, M. Stastny, P. Grützmacher, M. Sohn

Zusammenfassung

Die Geschichte der Nierentransplantation ist eine Geschichte der vielen erfolglosen Versuche, der Rückschläge, aber auch der Beharrlichkeit, des Pioniergeistes und des ungebrochenen Mutes. Sie beginnt mit der ersten experimentellen Transplantation einer Hundeniere im Jahre 1902 durch den Österreicher Emerich Ullmann (1861–1937). Die Niere wurde an die A. carotis des Hundes angeschlossen und der Ureter frei nach außen abgeleitet. Das Organ produzierte mehrere Tage Urin bis es abstarb. Es folgten 1909 Versuche menschliche Leichennieren auf den Affen zu übertragen und im Folgejahr die erste Xenotransplantation am Menschen. Man experimentierte am Spender: Hunde, Affen, Ziegen und Lämmer – Alles ohne Erfolg. 1933 erfolgte die erste Transplantation einer Leichenniere durch den Russen Yurii Voronoy, jedoch überlebte die Patientin nur wenige Tage und das Spenderorgan funktionierte zu keinem Zeitpunkt. 1953 dann der erste zumindest kurzfristig erfolgreiche Versuch durch Jean Hamburger in Paris. Ein 16-jähriger Junge erhielt die Niere seiner Mutter als Lebendspende. 1954 dann ein Meilenstein – die erste langfristig erfolgreiche Operation in Boston durch Joseph Murray: eine Nierentransplantation unter eineiigen Zwillingsbrüdern, mit einem 8‑Jahres-Überleben des Transplantats. Murray erhielt für seine Verdienste in der Entwicklung der Nierentransplantation 1990 den Medizinnobelpreis. Im Jahre 1962 erfolgte die erste erfolgreiche Transplantation auch bei genetisch nicht verwandten Patienten mit Hilfe der Immunsuppression und schließlich 1963 die erste Nierentransplantation in der BRD durch Reinhard Nagel und Wilhelm Brosig in Berlin. Ziel des Artikels ist es, die historische Entwicklung der Nierentransplantation von den Anfängen bis zur Etablierung der Methode lückenlos darzustellen.

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