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01.11.2010 | Kasuistik | Sonderheft 1/2010

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 1/2010

Die lange Suche nach der „richtigen“ Behandlung

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Sonderheft 1/2010
Autor:
PD. Dr. med. Dieter Seifert

Zusammenfassung

Die „richtige“ Behandlung für einen Sexualstraftäter zu finden, ist bisweilen ein langwieriger Prozess. Psychotherapeutische Verfahren stellen die Basis dar, und Medikamente gelten als zusätzlicher Behandlungsbaustein, wenngleich Letzterer unverändert kontrovers eingeschätzt wird. Die Entscheidung für eine antihormonelle Medikation wird zudem wegen der Sorge um beeinträchtigende Nebenwirkungen und derzeit noch nicht zu überblickender Spätfolgen mit Zurückhaltung getroffen. Dass es dabei nicht um eine „Entweder-oder-Entscheidung“ geht, zeigt die folgende Kasuistik. Durch ein individuell ausgerichtetes Behandlungssetting, einschließlich der Anwendung eines Gonadotropin-Releasing-Hormon- (GnRH-)Analogons sind deutliche Therapiefortschritte erkennbar. Jedoch begegnet man neuen Problemen, die z. T. durch die Besonderheiten einer strafrechtlichen Unterbringung bedingt sind. Die Kasuistik zeigt darüber hinaus, dass das empirische Wissen über diese medikamentöse Behandlungsform nur durch die seit Jahren geforderten Langzeitstudien erweitert werden kann.

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