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22.02.2021 | Übersichten Open Access

Die optische Kohärenztomographie-Angiographie und Erkrankungen des kardiovaskulären Spektrums. Ein Überblick über die aktuelle Studienlage

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe
Autoren:
Dr. med. Martin Dominik Leclaire, Nicole Eter, Maged Alnawaiseh

Zusammenfassung

Hintergrund

Kardiovaskuläre Erkrankungen (KVE) sind die Haupttodesursache weltweit. Die Beobachtbarkeit von Veränderungen der retinalen Gefäße im Zusammenhang mit KVE mittels Fundoskopie ist schon seit Langem bekannt. Ein neuartiges Verfahren zur nichtinvasiven und detaillierten Darstellung und Quantifizierung der retinalen und papillären Gefäße stellt die optische Kohärenztomographie-Angiographie (OCT-A) dar. Durch die OCT‑A ist es möglich, Gefäßveränderungen einfach und gut reproduzierbar zu visualisieren, weswegen ihr Einsatz nicht nur auf augenärztliche Fragestellungen beschränkt ist. In den vergangenen Jahren sind einige experimentelle und klinische Studien zur Darstellbarkeit und Quantifizierung von Gefäßveränderungen durch die OCT‑A bei Erkrankungen des kardiovaskulären Spektrums publiziert worden. In der vorliegenden Übersicht werden die wichtigsten Erkenntnisse aus diesen Studien zusammengefasst.

Methoden

Grundlage dieser Arbeit bilden eine umfassende selektive Literaturrecherche und die Darstellung eigener Daten.

Ergebnisse

Mittlerweile liegen zu vielen Erkrankungen des kardiovaskulären Spektrums OCT-A-Studien vor, die verdeutlichen, dass systemische Gefäßerkrankungen mit Veränderungen der retinalen Mikrozirkulation verbunden sind. Mit der OCT‑A können diese Veränderungen visualisiert und reproduzierbar quantifiziert werden. Oftmals ist es möglich, subklinische Veränderungen aufzuzeigen, bevor die zugrunde liegende Erkrankung anderweitig messbare Veränderungen oder für den Patienten merkbare Symptome verursacht.

Schlussfolgerung

Die OCT‑A ist eine vielversprechende Bildgebungsmethode auf dem Gebiet der KVE in Wissenschaft und klinischer Anwendung. Sie kann zur Diagnostik und Quantifizierung retinaler Gefäßveränderungen eingesetzt werden. Weitere Studien werden zeigen, ob die OCT‑A bei der Einschätzung des individuellen kardiovaskulären Risikoprofils helfen kann.

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