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29.04.2019 | Operative Techniken | Ausgabe 3/2019

Operative Orthopädie und Traumatologie 3/2019

Die Periostlappenplastik bei chronischer Instabilität des oberen Sprunggelenks

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 3/2019
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. T. Mittlmeier, S. Rammelt
Wichtige Hinweise

Redaktion

A.B. Imhoff, München

Zeichner

R. Himmelhan, Mannheim

Zusammenfassung

Operationsziel

Autologe Augmentation bei der Rekonstruktion des chronisch elongierten Außenbandapparats am oberen Sprunggelenk (OSG) durch ortsständiges gestieltes Periost der distalen Fibula.

Indikationen

Symptomatische chronische mechanische OSG-Außenbandinstabilität. Als Baustein in der operativen Therapie bei zeitgleicher Indikation zur Operation bei osteochondralen Läsionen am Talokruralgelenk und/oder Fehlstellungen des Rückfußes und manifester OSG-Außenbandinsuffizienz.

Kontraindikationen

Höhergradige OSG-Arthrose (>Kellgren/Lawrence 2 bzw. Outerbridge 3 und 4) und/oder Fehlstellungen des Rückfußes; mehr als eines der narbig-insuffizienten Bandanteile des Lig. fibulotalare anterius und des Lig. fibulocalcaneare sind biomechanisch insuffizient und nicht mit anatomischer Reinsertion rekonstruierbar; allgemeine Risikofaktoren wie peripherer arterielle Verschlusskrankheit, schlecht eingestellter Diabetes mellitus, Neuropathie, komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS I).

Operationstechnik

Durchführung einer diagnostischen Arthroskopie des OSG zum Ausschluss von intraartikulären Begleitpathologien über anterolaterale und -mediale Standardportale. Verifizierung und Graduierung der Bandinstabilität (medial, lateral, kombiniert) und osteochondraler Schäden. Darstellung der distalen Fibula und Identifikation der rupturierten Bandanteile des Außenbandkomplexes und deren mechanischer Kompetenz nach anatomischer Reinsertion. Abgesehen vom jugendlichen Patienten mit kräftigem Periost kann nur ein ausgedünnter oder resorbierter Bandanteil (Lig. fibulotalare anterius/Lig. fibulocalcaneare) durch einen gedoppelten und distal an der Fibula gestielten Perioststreifen geeigneter Länge augmentiert oder ersetzt werden. Die Fixation erfolgt nach Anfrischen des Insertionspunkts mittels Nahtanker, Schraube mit Unterlagscheibe oder transossärer Reinsertion via Interferenzschraube.

Weiterbehandlung

Postoperative Ruhigstellung mit Unterschenkelspaltgips oder Unterschenkelcastschiene bis zur Wundheilung (5–8 Tage), Mobilisation mit Unterschenkelwalker oder OSG-Orthese unter raschem Aufbau zur Vollbelastung für 4–5 Wochen. Propriozeptions- und Pronatorentraining im Anschluss, ggf. Schuheinlage und/oder Schuhaußenranderhöhung (5 mm) für 6 Monate postoperativ. Kontaktsportkarenz für 4–6 Monate.

Ergebnisse

In zahlreichen Studien erwies sich die Periostlappenplastik zur anatomischen Rekonstruktion des OSG-Außenbandapparats als zuverlässige Technik zur Wiederherstellung stabiler Bandverhältnisse mit Erfolgsquoten >90 % sowie guten und exzellenten Resultaten von >80 % bei nur geringem Komplikationsportfolio. Bei heterogener Studienlage wurden in aktuellen Studien eine Vergleichbarkeit im Outcome nach Periostaugmentation mit Ersatzplastiken durch freie Sehnentransplantate sowie der erfolgreiche Einsatz auch unter ungünstigen mechanischen Voraussetzungen und bei hohem Anspruch an die körperliche Leistungsfähigkeit belegt.

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