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01.06.2011 | Leitthema | Ausgabe 6/2011

Der Onkologe 6/2011

Die Rolle der Mikro-RNA bei der Entstehung onkologischer Erkrankungen

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 6/2011
Autor:
Prof. Dr. C. Röcken

Zusammenfassung

Krebs ist eine genetische Erkrankung, die mit der Aktivierung von Onkogenen und Inaktivierung von Tumorsuppressorgenen einhergeht. Neben zahlreichen genetischen und epigenetischen Alterationen proteinkodierender Gene finden sich bei Krebs außerdem Veränderungen im Expressionsmuster kleiner, nichtkodierender Ribonukleinsäuremoleküle (Mikro-RNA, miRNA). Diese 17 bis 25 Nukleotide langen miRNAs regulieren wichtige tumorzellbiologische Prozesse, wie z. B. Zellproliferation, -differenzierung, Apoptose und Metastasierung. miRNAs binden sequenzspezifisch an das nichtkodierende 3’-Ende (3’-UTR) der mRNA und unterdrücken damit die Translation oder leiten eine mRNA-Degradation ein. Es wurden bereits über 506 verschiedene miRNAs identifiziert (http://www.mirbase.org). Das menschliche Genom kodiert vermutlich >1000 miRNAs. Die Translation von ~30% aller menschlichen Gene wird von miRNAs reguliert. Jede miRNA ist im Durchschnitt gegen 200 Genprodukte gerichtet und zahlreiche miRNAs können an das 3’-UTR einer einzigen mRNA binden. Krebszellen weisen ein gegenüber nichtneoplastischen Epithelzellen verändertes miRNA-Expressionsmuster auf, das teilweise auf Veränderungen in der miRNA-Synthese zurück zu führen ist.

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Literatur
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