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01.03.2012 | Originalien | Ausgabe 3/2012

Der Orthopäde 3/2012

Die Tübinger Hüftbeugeschiene als Repositionsorthese?

Zeitschrift:
Der Orthopäde > Ausgabe 3/2012
Autoren:
Dr. T. Seidl, J. Lohmaier, T. Hölker, J. Funk, R. Placzek, H.H. Trouillier

Zusammenfassung

Hintergrund

Standardindikation für eine Behandlung mit der Tübinger Hüftbeugeschiene ist das dysplastische Hüftgelenk ohne Instabilität, das nicht mehr reponiert bzw. retiniert werden muss, sondern nachreifen soll. Das Ziel dieser Arbeit ist, zu untersuchen, ob bei Therapiebeginn in der 1. Lebenswoche auch instabile (Typ IIc instabil nach Graf) und dezentrierte Hüftgelenke (Typ D nach Graf und schlechter) erfolgreich mit der Tübinger Hüftbeugeschiene behandelt werden können.

Material und Methode

Alle zwischen 11/07 und 12/10 mittels Tübinger Hüftbeugeschiene behandelten Neugeborenen mit einem Hüfttyp IIc instabil oder schlechter im postnatalen Ultraschallscreening wurden in die Studie eingeschlossen und prospektiv untersucht. Bestimmt wurden der Hüfttyp bei Diagnosestellung, der Zeitpunkt des Therapiebeginns, die durchschnittliche Therapiedauer und der Anteil erfolgreich mit der Tübinger Hüftbeugeschiene behandelter Gelenke.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 50 Hüftgelenke (6-mal Typ IIc instabil, 33-mal Typ D, 10-mal Typ IIIa, einmal Typ IV) bei 42 Neugeborenen mit der Tübinger Hüftbeugeschiene therapiert. Die Therapie wurde durchschnittlich am Lebenstag 3,5 (1–8) begonnen. In 49 von 50 Fällen konnten die Gelenke erfolgreich retiniert bzw. reponiert werden. Beim einzigen Therapieversager handelte es sich um das Typ-IV-Gelenk. Damit konnte bei 98% der instabilen oder dezentrierten Gelenke die Therapie nach Erreichen eines Typ-I-Gelenks erfolgreich beendet werden. Die Therapiedauer betrug 51,6±18,9 (21–87 Tage). Statistisch zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Therapiedauer und einem Therapiebeginn vor oder nach dem 4. Lebenstag (p=0,152). Weiterhin ist die Therapiedauer nicht vom Hüfttyp abhängig (p=0,886).

Schlussfolgerung

Bei Diagnosestellung in der 1. Lebenswoche und guter Compliance der Eltern können dysplastisch-instabile und dezentrierte Hüftgelenke mit nach kranial verdrängtem knorpeligem Pfannendach erfolgreich mit der Tübinger Hüftbeugeschiene therapiert werden.

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