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Probleme und Lösungsansätze bei der Anwendung von Apps in der Psychoonkologie

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Zusammenfassung

Digitale Angebote sollen eine zunehmende Bedeutung in der Gesundheitsversorgung in Deutschland einnehmen. Dies spiegelt sich im Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens mit der Einführung der digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) und in der aktuellen S3-Leitlinie Psychoonkologie wider. Während DiGA im Bereich Psyche ca. 41 % (Stand 28.02.2025) aller aktuellen DiGA ausmachen, ist der Anteil an krebsspezifischen Anwendungen deutlich geringer (4 %). Für eine Zertifizierung als DiGA wird innerhalb eines Jahres der Nachweis eines positiven Versorgungseffekts verlangt. Sucht man abseits der DiGA nach digitalen, mobilen Angeboten, findet sich ein vielfältiges, undurchsichtiges Angebot. Allgemeine Suchbegriffe wie Krebs führen mitunter zu unpassenden Vorschlägen in den App-Stores. Wie die Apps einzuordnen sind. ist eine Herausforderung sowohl für Behandelnde als auch für Patient*innen. Verschiedene Forschungsgruppen, Krankenkassen, Vereine oder Organisationen haben ihr Bewertungssystem für Apps – ein einheitliches System gibt es nicht. Kriterien wie Datenspeicherung, Finanzierung, Art des Anbieters, Ästhetik, Informationsgüte oder Zielangabe sind in unterschiedlichen Formulierungen oft Teil dieser Bewertungsempfehlungen. Um eine leitliniengerechte Versorgung zu erleichtern und Barrieren hinsichtlich der Nutzung von Apps abzubauen, werden im vorliegenden Artikel einige Problemfelder und bisherige Lösungsversuche in der Anwendung von (psycho-)onkologischen Apps aufgeführt sowie, anhand einer erstellten Broschüre, einige Apps auszugsweise vorgestellt.
Titel
Probleme und Lösungsansätze bei der Anwendung von Apps in der Psychoonkologie
Verfasst von
Senta Kiermeier
Miriam Grapp, Dr.
Christina Sauer, PD Dr.
Daniela Bodschwinna
Prof. Dr. Imad Maatouk
Publikationsdatum
12.03.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 3/2025
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-025-00639-y
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