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08.05.2019 | Leitthema | Ausgabe 7/2019

Der Radiologe 7/2019

Direkt in ein neurovaskuläres Zentrum oder „drip and ship“?

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 7/2019
Autor:
Prof. Dr. J. Fiehler

Zusammenfassung

Hintergrund

Der wissenschaftliche Nachweis der hohen Wirksamkeit der endovaskulären Schlaganfallbehandlung bei proximalem Gefäßverschluss („large vessel occlusion“, LVO) hat dazu geführt, dass diese Therapie als Goldstandard bei Schlaganfallpatienten akzeptiert ist.

Ziel der Arbeit

In dieser Übersicht soll der Versuch unternommen werden, die verschiedenen Organisationsmodelle für die Thrombektomie vorzustellen und zu analysieren, welches Modell unter welchen Umständen zu bevorzugen ist.

Material und Methoden

In einer Analyse der jüngeren wissenschaftlichen Literatur werden die Modelle zur Optimierung des Patiententransportes („drip and ship“ und „mothership“) sowie der Optimierung der Verfügbarkeit von Interventionalisten („drip and drive“ und „remote mentoring“) vorgestellt und gegeneinander abgewogen. Zudem werden Überlegungen zu Thrombektomieraten und Prävalenz von LVOs und der Modellierung von Organisationsmodellen angestellt.

Ergebnisse

Ist der Ort des Schlaganfallpatienten genauso weit oder näher an einem „comprehensive stroke center“ (CSC) gelegen wie ein „primary stroke center“ (PSC), sollte der Patient per „mothership“ direkt zum CSC zu transportiert werden. Ist hingegen ein PSC näher am Ort des Schlaganfalls als ein CSC und liegt die Zeit nach Symptombeginn im Lysezeitfenster hängt diese Entscheidung von vielen Variablen ab.

Diskussion

Basierend auf der nicht eindeutigen Datenlage kann derzeit keine Empfehlung für ein allgemein überlegeneres Organisationsmodell gegeben werden.

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