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01.09.2009 | Originalien | Ausgabe 9/2009

Der Urologe 9/2009

Docetaxel-refraktäre Patienten mit metastasiertem hormonrefraktären Prostatakarzinom

Mitoxantron plus Prednison als Zweitlinienchemotherapie

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Dr. C. Thomas, B.A. Hadaschik, J.W. Thüroff, C. Wiesner

Zusammenfassung

Hintergrund

Für Docetaxel-refraktäre Patienten mit metastasiertem hormonrefraktären Prostatakarzinom (mHRPC) existiert bisher kein etabliertes Therapieregime. Deshalb berichten wir hier über unsere Erfahrungen mit Mitoxantron plus Prednison (MP) als Zweitlinenchemotherapie.

Material und Methoden

Zehn Docetaxel-refraktäre mHRPC-Patienten wurden mit MP behandelt. Untersucht wurden PSA-Abfall, progressionsfreies Intervall und Schmerzstatus unter Chemotherapie.

Ergebnisse

Unter MP zeigten 2 Patienten eine partielle PSA-Remission, 3 ein „stable disease“ und 5 waren progredient. Das progressionsfreie Intervall bei partieller PSA-Remission lag im Mittel bei 8 Monaten und bei „stable disease“ im Median bei 2 Monaten. Eine Schmerzreduktion wurde in 4 von 7 Patienten unter MP beobachtet. Eine Grad-4-Neutropenie trat in nur bei einem Patienten auf. Patienten mit PSA-Abfall unter Erst- und Zweitlinientherapie hatten ein progressionsfreies Intervall im Median von 11,5 Monaten.

Schlussfolgerung

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird die Indikation für MP als Zweitlinienchemotherapie für Docetaxel-refraktäre mHRPC-Patienten gesehen, die nicht in eine Studie eingeschlossen werden können. Trotz der mäßigen Rate von partiellen PSA-Remissionen wird bei jedem zweiten Patienten eine Schmerzreduktion erzielt. Ein progressionsfreies Intervall von mehreren Monaten kann erreicht werden. Die therapiebedingten Nebenwirkungen sind vergleichsweise gering.

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