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01.09.2009 | Originalien | Ausgabe 7/2009

Zeitschrift für Rheumatologie 7/2009

Dokumentation der ambulanten Morbus-Paget-Behandlung am Beispiel der Region Westfalen-Lippe

Deskriptive Analyse der Abrechnungsdaten gesetzlich Krankenversicherter für das Jahr 2005

Zeitschrift:
Zeitschrift für Rheumatologie > Ausgabe 7/2009
Autoren:
Prof. Dr. T. Altenhöner, E. Dorendorf, O. Razum, M. Hertrich, C. Bonnemann

Zusammenfassung

Ziel

Für die Gesundheitsberichterstattung werden in Deutschland u. a. Daten der stationären Krankenhausversorgung als Informationsquelle genutzt. Bei einer Vielzahl von Krankheiten spielt sich das Versorgungsgeschehen dagegen überwiegend im ambulanten Sektor ab. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, anhand ambulanter Versorgungsdaten einen ersten Überblick über die ambulante M.-Paget-Behandlung zu geben.

Methode

In der deskriptiven Analyse wurden ambulante Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung als Datenbasis herangezogen. Am Beispiel der seltenen rheumatischen Erkrankung M. Paget (Osteodystrophia deformans) wird die Versorgungssituation des Jahres 2005 für die Region Ostwestfalen-Lippe beschrieben.

Ergebnisse

Während die Gesundheitsberichterstattung des Landes Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2003 insgesamt 56 Krankenhausentlassungsfälle mit dieser Diagnose ausweist, suchten 2005 allein im Regierungsbezirk Detmold 166 Patienten mit einer M.-Paget-Erkrankung einen niedergelassen Arzt auf. Dies entspricht einer Häufigkeit von 8,0 behandelten Patienten pro 100.000 Einwohner. Die Behandlungsraten von Männern und Frauen liegen in einer vergleichbaren Höhe. Die Behandlungswahrscheinlichkeit steigt mit zunehmendem Lebensalter. Im Durchschnitt sind die M.-Paget-Patienten 65,6 Jahre (±15,4 Jahre) alt. Nach ICD10 entfallen fast 90% der Klassifikation auf M88.9, sodass eine genauere Lokalisation nur in relativ wenigen Fällen erfolgt. Annähernd jeder vierte M.-Paget-Patient (24,1%) wird von einem Allgemeinmediziner bzw. Internisten mit hausärztlicher Tätigkeit behandelt. Anästhesisten versorgen 17,5% der Patienten und Orthopäden 16,9%. Darüber hinaus behandeln Augenärzte einen wesentlichen Anteil von Betroffenen (12,0%).

Schlussfolgerung

Insgesamt fallen die Behandlungszahlen entsprechend der Seltenheit der M.-Paget-Erkrankung erwartungsgemäß niedrig aus. Die Ergebnisse belegen aber, dass mit Hilfe von routinemäßig erhobenen Versorgungsdaten Hinweise zu Morbiditätsstrukturen im ambulanten Bereich abgeleitet werden können. Hieraus ergibt sich für den gesetzlich krankenversicherten Teil der Bevölkerung (etwa 90%) die Möglichkeit einer Erweiterung der Gesundheitsberichterstattung auf Krankheiten, die hauptsächlich ambulant behandelt werden.

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