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01.12.2014 | Palliativmedizin und Supportivtherapie | Ausgabe 12/2014

Der Onkologe 12/2014

Dynamik in der heutigen Bestattungskultur

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 12/2014
Autor:
Dr. B. Happe

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Bestattungs- und Friedhofskultur hat sich in den letzten 3 Jahrzehnten sehr verändert: Traditionelle, religiöse Bestattungsriten sind nicht mehr verbindlich, und an ihre Stelle sind persönlich gestaltete Abschiedszeremonien und unkonventionelle Erinnerungspraktiken getreten. Trotz der beschriebenen Neuerungen werden nach wie vor 95 % der Verstorbenen in gewohnter Weise auf einem herkömmlichen Friedhof – wenngleich immer seltener – unter kirchlicher Begleitung beigesetzt.

Ergebnisse

Eine der wesentlichen Bedingungen für die Vielfalt im heutigen Bestattungswesen ist die Feuerbestattung. Sie ist in den neuen Bundesländern besonders hoch. Die Phantasie der Feuerbestattungsanhänger hinsichtlich des Umgangs mit der Asche war schon immer grenzenlos und frei von ethischen Bedenken. Die anonyme Bestattung, d. h. die Beisetzung ohne Kennzeichnung der Einzelgrablage meist in einem Gemeinschaftsfeld, ist seit 4 Jahrzehnten ein fester Bestandteil der deutschen Bestattungskultur geworden. Sie entwickelte sich in beiden deutschen Staaten unter unterschiedlichen politischen Voraussetzungen. Seit 2001 ist es in Deutschland möglich, die Asche von Verstorbenen in sog. Friedwäldern beizusetzen. Angesichts des dramatischen Mitgliederschwunds und des daraus resultierenden Leerstands von Kirchen entstand der Gedanke, ob man sich gänzlich von den Gotteshäusern trenne oder sie unter kirchlicher Obhut einer neuen Nutzung mit pastoral-kirchlichen Zwecken zuführe. Die Idee der Urnen- und Grabeskirchen entstand.

Schlussfolgerung

Die Vielzahl der thematisierten Neuerungen zeigt, dass auf dem Gebiet der Bestattungskultur ein hohes Innovationspotenzial vorhanden ist.

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Literatur
Über diesen Artikel

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