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16.05.2019 | Leitthema

Dynamische Vielfalt der Dermatophyten

Zeitschrift:
Der Hautarzt
Autoren:
Prof. Dr. J. Brasch, R. Gläser

Zusammenfassung

Hintergrund

Ständige Änderungen der Dermatophytennomenklatur stoßen bei vielen Dermatologen auf Unverständnis.

Fragestellung

Es werden die Hintergründe und methodischen Entwicklungen, die zu früheren und aktuellen Veränderungen der Dermatophytentaxonomie und der Entdeckung neuer Dermatophyten geführt haben, erläutert.

Material und Methoden

Es erfolgt eine Auswertung der jüngeren themenrelevanten Literatur sowie eigener Untersuchungsergebnisse zur Bestimmung und Entdeckung von Dermatophytenarten sowie zu taxonomischen Entwicklungen auf diesem Gebiet.

Ergebnisse

Das phylogenetische Artkonzept ist heute die Basis für taxonomische Einteilungen, auch bei den Dermatophyten. Genetische Untersuchungsmethoden haben dazu entscheidende Fortschritte gebracht und sind heute Stand der Technik. Bei der Entdeckung neuer Dermatophytenarten führten vielfach initial klinische Beobachtungen und morphologisch auffällige Kulturen zu weiteren exakten mykologischen Charakterisierungen. Auch heute sind noch nicht alle Dermatophytenspezies eindeutig definiert.

Diskussion

Bei ausschließlicher Verwendung selektierter genetischer Merkmale zur Erstellung phylogenetischer Kladogramme werden weitere taxonomisch relevante Informationen vernachlässigt. Die stärkere Einbeziehung morphologischer, physiologischer, ökologischer, epidemiologischer und pathophysiologischer Daten scheint bei der phylogenetischen Analyse geboten, und Dermatologen sind gefordert, diese Informationen weiterhin beizutragen.

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