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Oropharyngeale Dysphagie als neurogeriatrisches Syndrom

Zusammenfassung

Hintergrund

Oropharyngeale Dysphagie ist ein häufiges geriatrisches Syndrom mit erhöhtem Risiko für Aspirationspneumonien, Mangelernährung, Funktionsverlust und Mortalität.

Ziel der Arbeit

Darstellung der neurogeriatrischen Syndromologie durch Integration erkrankungsspezifischer neurologischer sowie transdiagnostischer geriatrischer Aspekte, einschließlich Diagnostik und Therapie.

Material und Methoden

Es erfolgten eine Literaturrecherche sowie eine Analyse aktueller nationaler und internationaler Leitlinien.

Ergebnisse

Dysphagie ist ein multiätiologisches Syndrom mit heterogenen klinischen Phänotypen, die mithilfe instrumenteller Dysphagiediagnostik, insbesondere durch die Flexible Endoskopische Evaluation des Schluckens (FEES), differenziert erfasst werden können. Neben erkrankungsspezifischen neurologischen Pathomechanismen spielen transdiagnostische Faktoren wie Presbyphagie mit reduzierter pharyngealer Sensibilität, Sarkopenie sowie eine verminderte Neuroplastizität eine zentrale Rolle. Multimodale Therapieansätze erweisen sich als wirksam: Bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen geht die spezifische Behandlung auch mit einer Verbesserung der Schluckfunktion einher. Erkrankungsübergreifend erweisen sich sowohl protektive Maßnahmen (z. B. Ernährungstherapie und optimierte Mundhygiene) als auch rehabilitative Interventionen als effektiv.

Diskussion

Zur Verbesserung von klinischen Outcomes und Lebensqualität sind geriatriespezifisch adaptierte Bewertungsinstrumente sowie integrierte Versorgungskonzepte erforderlich.
Titel
Oropharyngeale Dysphagie als neurogeriatrisches Syndrom
Verfasst von
A. Jung, M.Sc. Lehr- und Forschungslogopädie
PD Dr. med. B. Labeit
Publikationsdatum
20.03.2026
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