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Postextubationsdysphagien

Eine interprofessionelle Herausforderung auf der Intensivstation

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Postextubationsdysphagien (PED) stellen auch auf nichtneurologischen Intensivstationen einen relevanten Morbiditäts- und Mortalitätsfaktor dar und können den Aufenthalt auf Intensivstationen und generell im Krankenhaus verlängern.

Methodik

Anhand einer Literaturrecherche wurden die Relevanz sowie diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zu Postextubationsdysphagien erarbeitet und anhand eines Fallbeispiels in einen klinischen Kontext gestellt.

Ergebnis

Obwohl klare evidenzbasierte Leitlinien zum Thema PED in der Literatur fehlen, fanden sich mehrere Artikel und Empfehlungen zu multiprofessionellen Strategien zur Behandlung von PED. Neben der Notwendigkeit von systematisch durchgeführten Dysphagiescreenings und einer frühzeitigen logopädischen Behandlung zeichneten sich v. a. auch Prädiktoren ab, die frühzeitig, z. B. mithilfe einer Checkliste, durch das multiprofessionelle Behandlungsteam erfasst und berücksichtigt werden sollten.

Schlussfolgerungen

Multiprofessionelle Zusammenarbeit sind für die Diagnostik und Behandlung von Postextubationsdysphagien essentiell und können Outcome und Lebensqualität der betroffenen Patient:innen verbessern. Insbesondere durch ein frühzeitiges Screening, alltägliche Aktivierung der orofazialen Funktionen im Rahmen der pflegerischen Versorgung, gezielte Schlucktherapie, Mobilisation, Atemtherapie und geräteunterstützte Atmungstherapie kann der Verlauf betroffener Patient:innen verbessert werden.
Titel
Postextubationsdysphagien
Eine interprofessionelle Herausforderung auf der Intensivstation
Verfasst von
Lena Glißmann, B.Sc.
Dr. med. Katrin Bangert-Tobies
Publikationsdatum
22.07.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-025-01304-6
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