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Dystopie und Methode: zur fiktionalen Verhandlung moralischer Überzeugungen in der Bioethik

  • 07.11.2017
  • Originalarbeit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag erläutert anhand ausgewählter Beispiele das Potential von Dystopien für die Bioethik. Hierfür werden bestehende Ansätze narrativer Ethik kritisch rekonstruiert und erweitert. Mittels eines Theorieangebots aus der Literaturwissenschaft wird vorgeschlagen, moralische Überzeugungen, die Dystopien motivieren, in kohärentistische Reflexions- und Begründungsverfahren einzubeziehen. Weiterhin wird systematisch herausgearbeitet, welches Potential Dystopien durch sozio-kulturell dichte Szenarien, einen zeitgeschichtlichen Kontext und durch eine Sensibilisierung für die moralische Relevanz der Sprache für die bioethische Forschung bieten. Die dargestellten methodologischen Überlegungen bieten zum einen praktische Bezugspunkte für didaktische Ansätze und zum anderen für die öffentliche Deliberation. Die Analyse zeigt jedoch auch, dass Dystopien jenseits einer Illustration oder Warnung eigene moralische Positionen zur Diskussion stellen.
Titel
Dystopie und Methode: zur fiktionalen Verhandlung moralischer Überzeugungen in der Bioethik
Verfasst von
Dr. phil. Solveig Lena Hansen
Publikationsdatum
07.11.2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Ethik in der Medizin / Ausgabe 4/2017
Print ISSN: 0935-7335
Elektronische ISSN: 1437-1618
DOI
https://doi.org/10.1007/s00481-017-0462-8
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