Zeitgemäße Echokardiographie von Atrioventrikularklappenvitien – Vergleich Mitralis versus Trikuspidalis
Zielrichtung interventionelle Therapie
- 01.12.2025
- Echokardiografie
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 01.12.2026
- Anzahl Versuche
- 2
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Kathetergestützte Therapien an den atrioventrikulären (AV) Klappen haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die transthorakale Untersuchung (TTE) bildet den diagnostischen Grundpfeiler in der Beurteilung von Mitral- und Trikuspidalklappenvitien. Funktionelle Insuffizienzen überwiegen dabei in der älteren Bevölkerung und stellen in der Bildgebung besondere Herausforderungen dar. Während die Mitralklappe in der Regel gut zugänglich ist, ist die Beurteilung der Trikuspidalklappe aufgrund anatomischer Gegebenheiten, eingeschränkter Standardisierung und hoher interindividueller Variabilität limitiert. Auch bei Klappenprothesen sind Schallartefakte und komplexe Flussverhältnisse diagnostisch herausfordernd. Eine exakte Quantifizierung erfordert eine multiparametrische Herangehensweise und häufig den Einsatz ergänzender Bildgebungsverfahren wie transösophagealer Echokardiographie (TEE), Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT). Dieser Beitrag verschafft einen Überblick über die Grenzen der echokardiographischen Diagnostik bei AV-Klappenvitien und beleuchtet die Unterschiede zwischen der Mitral- und Trikuspidalklappe in der klinischen Praxis.
Nach Lektüre dieses Beitrags …
- sind Sie in der Lage, die echokardiographischen Kriterien zur Quantifizierung von AV(atrioventrikulär)-Klappeninsuffizienz und -stenose sicher einzuordnen,
- erkennen Sie die typischen Limitationen der transthorakalen und transösophagealen Echokardiographie bei der Beurteilung von Mitral- und insbesondere Trikuspidalklappenvitien,
- ist es Ihnen möglich, den diagnostischen Sonderfall von Patienten mit Klappenprothesen hinsichtlich Artefaktbildung, Quantifizierung und weiterführender Bildgebung zu beurteilen,
- können Sie die Bedeutung multimodaler Bildgebung in der präinterventionellen Beurteilung sowie die Notwendigkeit einer strukturierten, multiparametrischen Diagnostik erläutern.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt [§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013].