Periphere extrakorporale Membranoxygenierung in der perioperativen Medizin
Prinzipien, Indikationen und Herausforderungen
- 03.12.2024
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In den letzten Jahren haben sich die Zahlen von Patienten, die mit einer extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) aufgrund einer schweren respiratorischen Insuffizienz oder eines kardiogenen Schocks auf Intensivstationen behandelt werden, stetig erhöht [1]. Damit steigt auch zwangsläufig die Anzahl an invasiven Prozeduren und Operationen bei dieser Patientenklientel. Ein prinzipielles Verständnis der Funktionsweise und der Indikationen für den Einsatz dieser Systeme ist damit auch für den (nicht kardio‑)chirurgisch tätigen Arzt hilfreich. Der Schwerpunkt dieses Übersichtsartikels liegt auf den peripheren ECMO-Verfahren: venovenöse (V-V-)ECMO bei Patienten mit respiratorischer Insuffizienz und venoarterielle (V-A-)ECMO zur Kreislaufunterstützung bei kardiogenem Schock.
Nach dem Lesen dieses Artikels sollten Sie …
- die Grundlagen der Therapie der extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) kennen,
- die Indikationen für eine venovenöse (V-V-)ECMO und venoarterielle (V-A-)ECMO in der klinischen Praxis benennen können,
- die üblichen vaskulären Zugangswege für eine periphere ECMO-Kanülierung kennen,
- typische Herausforderungen der perioperativen ECMO-Therapie kennen und meistern können,
- die klinische Evidenz der unterschiedlichen ECMO-Verfahren einschätzen können.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich und Schweiz: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt (§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013). Die Schweizerische Gesellschaft für Gefässchirurgie vergibt 3 Credits für die Zertifizierte Fortbildung in „Gefässchirurgie“.