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Verdacht auf Whirlpool-Dermatitis

Wie ist bei einem Kleinkind therapeutisch vorzugehen?

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Auszug

Frage: Ein knapp dreijähriger Patient leidet seit fünf Monaten unter chronischer Urtikaria mit bisher unklarer Ursache. Seit etwa sechs Wochen bestehen zudem rezidivierende kleine Papeln/Pusteln auf gesunder Haut, mit leichtem Juckreiz aber ohne Allgemeinsymptome. Beim Vertretungsarzt wurden einige Pusteln eröffnet und desinfiziert, danach heilten sie schneller ab. Die Effloreszenzen sind teils spontan abgeheilt, es entstanden aber immer wieder neue. Im Abstrich aus einer eröffneten Pustel wurde Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen. Auf Nachfrage ergab sich, dass der Junge vor rund sechs Wochen in Mutter-Kind-Kur war. Wenige Tage nachdem der Pool der Kurklinik genutzt wurde, traten die ersten Effloreszenzen auf. Unter der Verdachtsdiagnose Whirlpool-Dermatitis wird der Patient lokal mit Gentamicin behandelt. Kommen andere Therapien in Betracht, wenn die Hauterscheinungen unter Gentamicin nicht abheilen, zum Beispiel mit lokal desinfizierenden Substanzen oder mit dem bei Erwachsenen empfohlenen Ciprofloxazin? Und sind spezielle Hygienemaßnahmen zu beachten?
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Titel
Verdacht auf Whirlpool-Dermatitis
Wie ist bei einem Kleinkind therapeutisch vorzugehen?
Verfasst von
Prof. Dr. med. Annette Kolb-Mäurer
Publikationsdatum
23.01.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
hautnah dermatologie / Ausgabe 1/2023
Print ISSN: 0938-0221
Elektronische ISSN: 2196-6451
DOI
https://doi.org/10.1007/s15012-023-7662-3

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