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02.04.2015 | AKTUELLE MEDIZIN_KRITISCH GELESEN | Ausgabe 6/2015

Helle Linie am Schädel
MMW - Fortschritte der Medizin 6/2015

Eine Kraniotomie in Sierra Leone?

Zeitschrift:
MMW - Fortschritte der Medizin > Ausgabe 6/2015
Autor:
Prof. Dr. med. H. S. Füeßl
Eine 61-jährige Frau suchte nach Rückkehr aus Sierra Leone wegen einer fieberhaften Erkrankung das Krankenhaus auf. Sie hatte eine schwer verlaufende Malaria mit akutem Nierenversagen und Verwirrtheitszustand. Bei der Untersuchung der farbigen Patientin stellte man eine quer über den Schädel verlaufende, helle Linie fest, die an eine Kraniotomie-Narbe erinnerte (Abb. A). Deshalb und wegen der offensichtlichen Enzephalopathie wurde ein CT des Schädels angefertigt, die allerdings keinen Hinweis darauf erbrachte, dass eine Kraniotomie stattgefunden haben könnte. Als sich der Zustand der Patientin einige Tage später gebessert hatte und sie aufgeklart war, richtete sie ihr Haar wieder in der üblichen Weise her (Abb. B). Nun wurde ersichtlich, woher die helle Linie stammte: Es handelt sich um eine sogenannte Traktionsalopezie, wie sie bei farbigen Menschen vorkommt, die ihr Kopfhaar sehr straff zu Zöpfen flechten. Wenn die Veränderung erst einmal eingetreten ist, bildet sie sich nicht mehr zurück, auch wenn sich die Haarmode ändert. ...

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Literatur
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