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01.06.2014 | Originalien | Ausgabe 6/2014

Der Anaesthesist 6/2014

Einfluss der akuten normovolämischen Hämodilution auf die primäre Hämostase

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 6/2014
Autoren:
C. Reyher, T.M. Bingold, S. Menzel, K. Zacharowski, M. Müller, A. Pape, PD Dr. C.F. Weber
Wichtige Hinweise
C. Reyher und T. Bingold trugen im gleichen Maß zur Publikation bei. Aus diesem Grund wird die Erstautorschaft geteilt.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die akute normovolämische Hämodilution (ANH) ist ein fremdblutsparendes Verfahren. Das dem Patienten direkt präoperativ entnommene Blut kann nach maximal 6-stündiger Lagerungsdauer intra- oder postoperativ zur Therapie einer Anämie oder einer Koagulopathie verwendet werden.

Ziel der Arbeit

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob sich das Aggregationspotenzial von Thrombozyten aus der im Rahmen einer ANH hergestellten Blutpräparation während dessen Lagerung verändert.

Material und Methoden

In diese prospektive Observationsstudie wurden 15 Patienten aufgenommen, die sich einem kardiochirurgischen Eingriff unterzogen und bei denen standardmäßig eine ANH durchgeführt wurde. Neben den Bestimmungen des pH-Werts sowie der Konzentrationen von ionisiertem Kalzium (Cai) und Hämoglobin (Hb) wurden aggregometrische Untersuchungen mit der Multiplen-Elektroden-Aggregometrie (MEA, Multiplate®; Fa. Roche AG, Grenzach) durchgeführt. Die Messungen erfolgten vor Beginn der ANH (Baseline) sowie zu Beginn (T1) bzw. 30 (T2), 60 (T3), 90 (T4), 120 (T5), 150 (T6) und 180 min (T7) nach Beginn der Lagerung. Die Flächen unter den Aggregationskurven [“area under the curve“ (AUC), (U)] der MEA wurden als primäre (ASPItest) bzw. sekundäre (ADPtest, TRAPtest) Zielparameter definiert.

Ergebnisse

Verglichen mit der zur Baseline erfassten Aggregation im ASPItest [77 U (68/94 U)] war die Aggregation zu T1 [53 U (25/86 U); p = 0,003] und zu jedem folgenden Messezeitpunkt signifikant geringer. Verglichen mit der Aggregation zu T1 war die Aggregation zu T4 [26 U (14/54 U); p = 0,002], T5 [30 U (21/36 U); p = 0,007], T6 [25 U (17/40 U); p = 0,004] und T7 [28 U (17/39 U); p < 0,001] signifikant niedriger. Der pH-Wert sowie die Konzentration von Cai und Hb blieben während der Studiendauer unverändert.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie weisen darauf hin, dass sich in im Rahmen einer ANH hergestellten Blutpräparationen Einschränkungen der Thrombozytenaggregation ergeben können. Ob das in dieser Studie beobachtete Phänomen von hämostaseologischer Relevanz ist, sollte in zukünftigen Arbeiten untersucht werden.

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