Skip to main content
main-content

06.03.2019 | Originalien

Einfluss des Unfallmechanismus auf die Verletzungen der Halswirbelsäule

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg
Autoren:
Dr. S. Scheidt, P. P. Roessler, S. Pedrood, M. Marinova, M. Jaenisch, D. Cucchi, G. Hischebeth, C. Burger, C. Jacobs
Wichtige Hinweise

Redaktion

W. Mutschler, München
H. Polzer, München
B. Ockert, München
Die Autoren S. Scheidt und P.P. Roessler haben zu gleichen Teilen zum Manuskript beigetragen.
Der ursprüngliche Artikel wurde geändert: Der akademische Titel des Autors wurde ergänzt.

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Einfluss der Unfallkinematik auf die Verletzungen der Halswirbelsäule (HWS) findet in den gängigen Klassifikationssystemen neben dem Kraftvektor aktuell keine Berücksichtigung. Inwieweit die Unfallstärke einen zusätzlichen Einfluss auf Zahl und Komplexität der Verletzungen hat und ob sich dies klassifizieren lässt, ist noch nicht abschließend untersucht.

Fragestellung

Inwieweit hat neben der Kraftrichtung auch die Kraftstärke Einfluss auf Verletzungen der HWS?

Material und Methoden

Anhand der AOSpine-Klassifikationen für die obere und subaxiale HWS erfolgte eine retrospektive Fallauswertung von 134 Traumapatienten. Analog der S3-Polytrauma-Leitlinie erfolgten eine Zuordnung in 6 Unfallgruppen und die Einteilung der Verletzungsmorphologie anhand der CT-Schnittbildgebung.

Ergebnisse

Eine höhere Unfallenergie hat einen signifikanten Einfluss auf die Anzahl an Verletzungen (p = 0,005). Bei Niedrigrasanzunfällen ist C2 der am häufigsten verletzte Wirbelkörper (WK) (51 %; p = 0,022), bei Hochrasanzunfällen C7 (37 %; p = 0,017). Außerdem ließ sich zeigen, dass die obere HWS bei steigendem Alter und niedriger Unfallenergie vermehrt bei weiblichen (z. B. Sturz aus dem Stand) und die untere HWS bei Hochrasanzunfällen bei jüngeren männlichen Patienten verletzt ist (p = 0,012).

Schlussfolgerung

Eine genaue Kenntnis des Unfallmechanismus ist bei der Traumaversorgung hilfreich. Verletzungsmuster können besser abgeschätzt und die angemessene Diagnostik eingeleitet werden. Die Ergebnisse unterstreichen erneut die Wichtigkeit einer konsequenten HWS-Immobilisation auch bei Bagatelltraumata. Bei Hochrasanzunfällen ist die untere HWS häufiger verletzt, insbesondere C7. Aufgrund der Häufung mehrsegmentaler Verletzungen ist die radiologische Abklärung der gesamten WS nach Hochrasanztrauma zu empfehlen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel
  1.  Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Der Unfallchirurg 12x pro Jahr für insgesamt 406 € im Inland (Abonnementpreis 371 € plus Versandkosten 35 €) bzw. 446 € im Ausland (Abonnementpreis 371 € plus Versandkosten 75 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 33,83 € im Inland bzw. 37,17 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inkl. dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com

    ​​​​​​​

  2. Sie können e.Med Orthopädie & Unfallchirurgie 14 Tage kostenlos testen (keine Print-Zeitschrift enthalten). Der Test läuft automatisch und formlos aus. Es kann nur einmal getestet werden.

Neu im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie

23.05.2019 | DAC 2019 | Kongressbericht | Nachrichten

Ist uns „Sichtung“ überhaupt möglich?

22.05.2019 | DAC 2019 | Kongressbericht | Nachrichten

So geht gute Notfallmedizin – so ginge es noch besser

21.05.2019 | DAC 2019 | Kongressbericht | Nachrichten

Cannabis als Medikament?

Mail Icon II Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter Update Orthopädie und Unfallchirurgie und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise