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01.03.2012 | Leitthema | Ausgabe 3/2012

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 3/2012

Einflussfaktoren für Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Ergebnisse der KiGGS-Studie

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 3/2012
Autoren:
D. Laußmann, M. Haftenberger, U. Langen, D. Eis

Zusammenfassung

Im vorliegenden Beitrag wurden Zusammenhänge zwischen einer bestehenden Asthmaerkrankung und möglichen diesbezüglichen Einflussfaktoren auf der Datenbasis der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) untersucht. In dieser bundesweiten Querschnittstudie wurden zwischen 2003 und 2006 17.641 null- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche untersucht. Die Datenerfassung umfasste eine ärztliche Untersuchung des Kindes, ein Interview der Eltern und schriftliche Fragebögen. Neben Prävalenzschätzungen wurden multivariate logistische Regressionsanalysen durchgeführt. Zunehmendes Alter und männliches Geschlecht, eine atopische Vorerkrankung des Kindes, eine positive Familienanamnese für allergische Erkrankungen sowie ein niedriges Geburtsgewicht erhöhten das Risiko für Asthma bronchiale signifikant, ebenso Übergewicht und schimmlige Wände in der Wohnung. Das Stillen hatte keine schützende Wirkung. Ein niedriges Alter der Mutter bei der Geburt und Leben in ländlichen oder kleinstädtischen Regionen erwiesen sich als protektiv. Insgesamt zeigte sich, dass die genetische Prädisposition und eine atopische Vorerkrankung des Kindes die stärksten Risikofaktoren für Asthma bronchiale sind. Aber auch Umweltfaktoren (schimmlige Wände, Leben in ländlichen und kleinstädtischen Gemeinden) und einzelne Lebensstilfaktoren spielten eine modifizierende Rolle.

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