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10.04.2019 | Originalien | Ausgabe 6/2019

Der Anaesthesist 6/2019

Einsätze des innerklinischen Notfallteams eines überregionalen Maximalversorgers

Datenanalyse für den Zeitraum 2013–2016 im nordrhein-westfälischen Raum

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 6/2019
Autoren:
J. Schmitz, S. Kerkhoff, D. Sander, G. Schulz, T. Warnecke, J. Hinkelbein

Zusammenfassung

Hintergrund

Bei etwa 10 % aller hospitalisierten Patienten kommt es zu unerwarteten Zwischenfällen, die mit einer erhöhten Letalität einhergehen. Die Etablierung von innerklinischen Notfallteams nimmt deshalb immer höheren Stellenwert in der interdisziplinären Notfallversorgung einer Klinik ein. Dabei variiert die Versorgung der Patienten ja nach Krankenhäusern und Regionen.

Ziel der Arbeit

Die Versorgung innerklinischer Notfallpatienten des Universitätsklinikums Köln im Vierjahreszeitraum von 2013 bis 2016 soll analysiert und deskriptiv dargestellt werden.

Material und Methode

Grundlage der vorliegenden Datenanalyse waren innerklinische Notfalleinsätze des Universitätsklinikums Köln („5555-Team“ der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin). Im Untersuchungszeitraum vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2016 wurde jeder telefonische Alarm bezüglich des Einsatzstichworts, des Einsatzorts sowie der Einsatzzeiten in einem standardisierten Protokoll dokumentiert. Die Datenanalyse erfolgte retrospektiv und deskriptiv. Ein Ethikvotum war nicht erforderlich. Die Registrierungsnummer auf ClinicalTrials.gov lautet NCT03786445.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 1664 Notfallanrufe im Analysezeitraum ausgewertet. Im Studienverlauf von 2013 bis 2016 stiegen die Anzahl der Einsätze insgesamt um 11,4 %, die gesamte Einsatzzeit um 29,5 % und die durchschnittliche Einsatzzeit um 14,3 % an. Das führende Einsatzstichwort war „Kollaps/Synkope“ und machte 29 % des Ausrückegrunds aus. Bei steigenden Pflegetagen innerhalb des Versorgungsgeländes waren 6,5 % der Einsätze Reanimationsbehandlungen. Das Einsatzaufkommen sank zum Wochenende um 50 % im Vergleich zum Einsatzaufkommen an Wochentagen.

Schlussfolgerung

Über die letzten 4 Jahre zeigte sich eine deutliche Steigerung der Einsatzzahlen, der gesamten Einsatzzeit und der durchschnittlichen Einsatzdauer. Der führende Alarmierungsgrund war in den Jahren 2013–2016 das Stichwort „Kollaps/Synkope“. Jeder 17. Einsatz war eine Reanimation. Die Inzidenz von Herz-Kreislauf-Stillständen sank im Verlauf des Analysezeitraums.

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