Skip to main content
main-content

12.06.2018 | Aus der DGTHG | Ausgabe 4/2018 Open Access

Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie 4/2018

Einsatz des tragbaren Kardioverter-Defibrillators nach kardiochirurgischen Eingriffen

Positionspapier der AG Herzrhythmusstörungen der Deutschen Gesellschaft für Thorax‑, Herz- und Gefäßchirurgie

Zeitschrift:
Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. H. Burger, J. Schmitt, M. Knaut, T. Eitz, C. T. Starck, S. Hakmi, A. Siebel, A. Böning

Zusammenfassung

Der implantierbare Kardioverter-Defibrillator (ICD) stellt seit Jahrzehnten den Goldstandard in der Primär- und Sekundärprophylaxe des plötzlichen Herztodes (PHT) für Patienten mit definiertem Hochrisikoprofil dar. Allerdings mahnen die aktuellen Leitlinien zur Zurückhaltung bei der frühzeitigen primärpräventiven ICD-Implantation im Rahmen erstmalig erhobener Risikokonstellationen. Auf diese Weise soll die Implantation eines, im weiteren Krankheitsverlauf nicht mehr indizierten ICDs vermieden werden. Anstelle dessen ist diesen Patienten eine angemessene Zeit zur Restitution der kardialen Grunderkrankung unter leitliniengerechter Therapie zu gewähren. Indikationsbereiche, bei denen Zurückhaltung empfohlen wird, stellen u. a. herzchirurgische Eingriffe wie koronare Revaskularisations- oder Herzklappeneingriffe dar, insbesondere bei Patienten mit einer perioperativen linksventrikulären Ejektionsfraktion (LV-EF) von 35 % oder geringer. Oftmals kommt es hierbei nämlich nach einer Remodeling-Phase zur deutlichen Erholung der kardialen Pumpfunktion mit Wiederanstieg der LV-EF. Folglich entfällt zu diesem Zeitpunkt die leitliniengerechte ICD-Indikation. Andererseits besteht gerade für diese Patienten während der Restitutionsphase ein hohes Risiko zum Auftreten von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und somit für den PHT.
Vor diesem Hintergrund kommt dem tragbaren Kardioverter-Defibrillator (WCD) eine besondere Bedeutung zu. Dieser kann als passageres Defibrillatorsystem Patienten zuverlässig und effektiv vor dem PHT schützen. Aus diesem Grund ist der Einsatz eines WCD nach aktuellen Leitlinien indiziert, wenn zum einen eine passagere, möglicherweise reversible Phase von erhöhtem PHT-Risiko vorliegt oder zum anderen die Extraktion eines infizierten ICD-Systems mit der temporären Kontraindikation zur zeitgleichen Neuimplantation eines ICD-Systems besteht.
Nachfolgend werden daher neben der WCD-Funktionsweise die Anwendungsgebiete in der Kardiochirurgie, die aktuellen Studien- und Leitlinienempfehlungen sowie die Implementierung eines WCD-Programms in den klinischen Alltag aufgezeigt, um Ärzten eine praxisgerechte Hilfestellung für den klinischen Einsatz zu geben.

Unsere Produktempfehlungen

Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie

Print-Titel

• State-of-the-Art-Chirurgie von der Indikation bis zur Nachbehandlung

• Aktuelle chirurgische und technologische Trends und neue Forschungsrichtungen

e.Med Interdisziplinär

Kombi-Abonnement

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

e.Med Chirurgie

Kombi-Abonnement

Mit e.Med Chirurgie erhalten Sie Zugang zu CME-Fortbildungen des Fachgebietes Chirurgie, den Premium-Inhalten der chirurgischen Fachzeitschriften, inklusive einer gedruckten chirurgischen Zeitschrift Ihrer Wahl.

Nur noch kurze Zeit: Bis zum 13. März 2019 e.Med bestellen und 100€ im ersten Jahr sparen!

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2018

Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie 4/2018 Zur Ausgabe

#Leben

Ironman

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Mail Icon II Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter Update Chirurgie und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise