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01.09.2011 | Frauengesundheit in der Praxis | Ausgabe 9/2011

Der Gynäkologe 9/2011

Eisenmangel in der Schwangerschaft

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 9/2011
Autoren:
Dr. W. Kirschner, K. Friese, J.W. Dudenhausen

Zusammenfassung

Von Eisenmangel und der Eisenmangelanämie sind nach europäischen Untersuchungen im Mittel 48% bzw. 9% der Schwangeren und 22% bzw. 4% der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. Die Symptomatik des Eisenmangels und der -anämie führt häufig zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit, gleichzeitig liegt ein erhebliches Risiko für Frühgeburten und weitere Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft vor. Die Diagnostik des Eisenmangels über den Hämoglobinwert ist unzureichend, da er einen Eisenmangel viel zu spät erkennen lässt. Die epidemiologische Datenlage zur Gesundheit und zum Ernährungsverhalten von Schwangeren ist in Deutschland völlig defizitär. Auf der Basis der im Rahmen des BabyCare-Programms erhobenen Angaben zur Ernährung zeigt sich, dass 65% der Schwangeren unter 50% der empfohlenen Mengen von täglich 30 mg Eisen über die Nahrung zu sich nehmen. Populationsbezogen betrachtet weisen auch nach Substitution 45% der Schwangeren Zufuhrmengen auf, die unter 50% vom Sollwert liegen. Um eine ausreichende Eisenversorgung für Mutter und Kind zu gewährleisten, besteht Handlungsbedarf in der Schwangerschaftsvorsorge und auch in der Gesundheitspolitik.

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