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Eisenmangel oft mit schlechter Prognose assoziiert

Meist unterschätzt

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Auszug

Eisenmange ist bei Krebspatienten nicht selten und spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle im Behandlungsverlauf. Deshalb untersuchten die Wiener Onkologen um Heinz Ludwig die Prävalenz von Eisenmangel bei 1.528 Krebspatienten, die sich zwischen dem 1. Oktober 2009 und dem 20. Januar 2010 in ihrer Ambulanz vorstellten. 645 der 1.513 Patienten (42,6 %) wiesen einen Eisenmangel auf, 500 (33,0 %) zeigten eine Anämie. Am stärksten von Eisenmangel betroffen waren Patienten mit Pankreaskarzinom (63,2 %), Darm- (51,9 %) und Lungenkrebs (50,7 %). 81,9 % der 409 Patienten mit Eisenmangel, von denen auch der Serumferritinwert vorlag, litten unter einem funktionellen Eisenmangel, nur 18,1 % an einem absoluten. Bei Patienten mit soliden Tumoren korrelierte die Prävalenz von Eisenmangel mit dem Krebsstadium bei Diagnosestellung (p = 0,001), dem aktuellen Krankheitsstadium (p = 0,001), einer kürzlichen Krebstherapie (p = 0,001) und dem Allgemeinzustand (ECOG-Performance-Status; p = 0,005). Bei hämatologischen Krebserkrankungen war nur eine Anämie, nicht aber ein Eisenmangel signifikant mit den genannten Parametern assoziiert. …
Titel
Eisenmangel oft mit schlechter Prognose assoziiert
Meist unterschätzt
Verfasst von
Friederike Klein
Publikationsdatum
16.10.2013
Verlag
Urban & Vogel
Schlagwörter
Eisenmangel
Onkologie
Erschienen in
InFo Hämatologie + Onkologie / Ausgabe 6/2013
Print ISSN: 2662-1754
Elektronische ISSN: 2662-1762
DOI
https://doi.org/10.1007/s15004-013-0608-x
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Bildnachweise
Inflammatorisches Mammakarzinom/© Springer Medizin Verlag GmbH, Eine Person kratzt sich am Rücken über der Schulter/© ryanking999 / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)