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01.09.2009 | CME - Weiterbildung - Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 9/2009

Der Hautarzt 9/2009

Ektoparasitosen

Teil 2: Bettwanzen, Haarbalgmilben, Sandfloh und Larva migrans cutanea

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Prof. Dr. P. Nenoff, W. Handrick, C. Krüger, J. Herrmann, B. Schmoranzer, U. Paasch

Zusammenfassung

Ektoparasitosen oder epidermale parasitäre Hauterkrankungen umfassen eine sehr heterogene Gruppe von Infektionen der äußeren Schichten der Haut. Weltweit am häufigsten sind Skabies, Läuse, Tungiasis und die Hakenwurm-assoziierte Larva migrans cutanea. In den letzten Jahren wird vermehrt von Bettwanzen befallenen Hotels oder Ferienwohnungen berichtet. Demodex folliculorum und Demodex brevis sind inzidente Hautbesiedler und lassen sich bei ca. 95% der gesunden Menschen in den Follikeln des Gesichtes und der behaarten Kopfhaut nachweisen. Meist differenzialdiagnostisch nicht bedacht wird die klassische Demodex-Erkrankung. Diese entzündliche Talgdrüsenerkrankung sowie die Demodex-Blepharitis stellen eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Das Antiscabiosum Permethrin kommt zur Lokaltherapie der Demodikose zur Anwendung. Urlauber im tropischen Afrika, in Südamerika und in den subtropischen Ländern Asiens riskieren beim Barfußlaufen einen Befall durch den begatteten weiblichen Sandfloh. Neben Kürettage oder Stanzbiopsie muss lokal antiseptisch behandelt werden, selten bei sekundärer Infektion auch systemisch antibiotisch. Die Larva migrans cutanea zählt zu den häufigsten importierten Ektoparasitosen aus den Tropen. Zur topischen Behandlung kommt Tiabendazol in Betracht, außerdem die Kryotherapie. Im Einzelfall kann bei starkem Befall einer Larva migrans cutanea systemisch mit Anthelminthika oder auch mit Ivermectin behandelt werden.

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