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13.08.2018 | Schwerpunkt: Ektopes Gewebe | Ausgabe 5/2018

Der Pathologe 5/2018

Ektopes Gewebe des Gastrointestinaltraktes

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 5/2018
Autoren:
Prof. Dr. F. A. Offner, C. Langner
Wichtige Hinweise

Schwerpunktherausgeber

W. Saeger, Hamburg
K. W. Schmid, Essen

Zusammenfassung

Im Gastrointestinaltrakt wird ektopes (heterotopes) – an ungewöhnlicher Stelle vorkommendes – Gewebe relativ häufig nachgewiesen. Dies ist zurückzuführen auf die komplexe gastrointestinale Organogenese, vor allem aber auf den relativ einfachen Nachweis durch endoskopisch-bioptische Untersuchungen. Biopsien oder Resektionen erfolgen dabei unter dem Verdacht des Vorliegens von Tumoren oder Entzündungsprozessen. Ektopes beziehungsweise heterotopes Gewebe kann im Verlauf des gesamten Gastrointestinaltraktes vorkommen. Zu den häufigsten Ektopien gehören Ektopien der Magenschleimhaut und Ektopien von Pankreasgewebe. Wesentlich seltener sind ektope Brunner-Drüsen oder ektope Speicheldrüsen. In Einzelfällen finden sich auch Ektopien von Geweben anderer Organsysteme, wie z. B. Talgdrüsen sowie Prostata- und Schilddrüsengewebe. Am häufigsten betroffen von Ektopien sind der Dünndarm und hier vor allem das Duodenum, der Ösophagus und der Magen. Im Dickdarm sind Ektopien ausschließlich im Rektum dokumentiert. Ektopien gehen nur selten mit Symptomen oder Komplikationen einher und verursachen in der Regel auch keine differenzialdiagnostischen Probleme. Je nach Lage, Größe und Art des ektopen Gewebes können jedoch auch Komplikationen auftreten. Dazu gehören Entzündungen, Ulzerationen, Perforationen, Obstruktionen, Invaginationen oder schwere Blutungen. Sehr selten können sich auf dem Boden von Ektopien auch Tumoren entwickeln. Von ektoper Magenschleimhaut können Pylorusdrüsenadenome des Dünn- und selten auch des Dickdarmes und Adenokarzinome des Ösophagus ausgehen. Ektopes Pankreasgewebe kann Ausgangspunkt von duktalen Pankreaskarzinomen, Azinuszellkarzinomen, intraduktalen papillären Neoplasien und auch endokrinen Tumoren sein. Die vorliegende Arbeit fasst klinisch-topografisch ausgerichtet unseren aktuellen Wissensstand über Ektopien des Gastrointestinaltraktes zusammen.

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