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24.04.2017 | Embolieprophylaxe Antikoagulation Antikoagulanzien | Schwerpunkt | Ausgabe 4/2017

Herz 4/2017

Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern

Wann, wie und bei wem?

Zeitschrift:
Herz > Ausgabe 4/2017
Autoren:
Dr. T. Maurer, PD Dr. C. Sohns

Zusammenfassung

Eine moderne Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) erfolgt stets individualisiert und berücksichtigt das Schlaganfallrisiko, das Blutungsrisiko und den Patientenwunsch. Die Abschätzung des Risikos für kardioembolische Ereignisse gelingt weiterhin anhand des CHA2DS2-VASc-Scores. Die jüngste Leitlinie empfiehlt, die Aufnahme einer oralen Antikoagulation (OAK) ab einem CHA2DS2-VASc-Score von 1 Punkt bei Männern und 2 Punkten bei Frauen zu erwägen. Risikofaktoren für eine Blutung unter einer blutverdünnenden Therapie sollten systematisch erfasst und frühzeitig behandelt werden. Das medikamentöse Therapiespektrum umfasst neben den seit Jahrzehnten etablierten Vitamin-K-Antagonisten neue, direkte orale Antikoagulanzien. Für Patienten mit einem relevanten Schlaganfallrisiko, jedoch einer Kontraindikation für eine OAK, z. B. aufgrund eines hohen, nicht korrigierbaren Blutungsrisikos, stellt der interventionelle Verschluss des linken Vorhofohrs eine Therapiealternative dar. Dieser Artikel bietet eine Übersicht zu Indikationen und Kontraindikationen einer modernen Schlaganfallprophylaxe und diskutiert das Vorgehen in häufigen klinischen Szenarien, wie z. B. die Behandlung von Patienten nach einem Koronarsyndrom, einer koronaren Stentintervention oder einer Katheterablation von VHF.

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