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Publiziert am: 08.08.2023 Bitte beachten Sie v.a. beim therapeutischen Vorgehen das Erscheinungsdatum des Beitrags.

Psychopharmakaintoxikationen

Verfasst von: Tara Arif und Susanna Dorner-Schulmeister
Psychopharmaka sind in ihrer pharmakologischen Wirkweise sehr unterschiedlich, sodass im Falle von Überdosierungen jede Substanz bzw. jeder Fall individuell betrachtet werden muss. Dabei ist die Wirkung auf das zentrale Nervensystem entweder eine überschießende zentral dämpfende und/oder zentral stimulierende. In der Praxis finden sich häufig fließende Übergänge und Mischbilder der Vergiftungssyndrome (den Toxidromen). Stellt sich der Verdacht einer Vergiftung, sind Anamnese/Fremdanamnese und klinische Untersuchung wesentlich und es sollte der Ort des Geschehens inspiziert werden. Die Gabe von medizinischer Kohle kann in der frühen Phase sinnvoll sein. Ein intensivmedizinisches Setting ist wegen des möglichen Auftretens von unterschiedlichen Herzrhythmusstörungen für die Behandlung relevant. Spezifische Antidota sind vorhanden, jedoch nur in Einzelfällen notwendig. Die Indikation zur Gabe von Antidota ist mit einer Vergiftungsinformationszentrale abzusprechen.

Definition

Als Psychopharmaka wird eine Vielzahl von Medikamenten bezeichnet, die zur Behandlung von psychischen Störungen und Erkrankungen eingesetzt werden. Das Spektrum der dabei eingesetzten Wirkstoffe ist sehr breit und die pharmakologischen Wirkweisen sehr unterschiedlich, sodass im Falle von Überdosierungen und gerade bei Mischintoxikationen jede Substanz bzw. jeder Fall individuell betrachtet werden muss. Die Einteilung der Psychopharmaka und Abgrenzung erfolgt nach therapeutischen Gesichtspunkten (Pschyrembel 2022).
2.
Phasenprophylaktika (Stimmungsstabilisatoren)
 
3.
Tranquillanzien (Syn. Tranquilizer) und Hypnotika (Syn. Schlafmittel)
 
5.
Psychostimulanzien
 

Pathophysiologie und Toxidrome

Die genannten Psychopharmaka entfalten ihre Wirkungen im zentralen Nervensystem auf sehr unterschiedliche Weise. Im Falle von Überdosierungen resultieren hieraus je nach Wirkweise einerseits überschießende zentral dämpfende und/oder überschießende zentral stimulierende Effekte oder aber auch anderweitige neurologische „Dysfunktionen“. Einige der Wirkstoffe zeigen jedoch auch Interaktionen im vegetativen Nervensystem und beeinflussen damit auch mehr oder weniger direkt die Funktionen des Herz-Kreislauf-Systems und anderer Organsysteme. Insbesondere durch teilweise bestehende anticholinerge oder auch antiadrenerge Eigenschaften kann es im Falle von Überdosierungen zu gefährlichen kardialen Symptomen und hämodynamischen Beeinträchtigungen kommen.
Das klinische Bild bei Vergiftungen mit Psychopharmaka ist nicht einheitlich. In der Regel werden verschiedene Symptome pathophysiologisch zusammengefasst zu Vergiftungssyndromen, den sogenannten Toxidromen.
Mögliche Toxidrome:
In der Praxis finden sich häufig auch fließende Übergänge und Mischbilder.

Narkotisches Syndrom

Im Vordergrund steht eine protrahierte Vigilanzminderung bis hin zum tiefen Koma mit Verlust der Schutzreflexe. Typischerweise ist dieses Syndrom bei Sedativa und Hypnotika (z. B. Barbiturate, Benzodiazepine), je nach Ausmaß der Überdosierungen, aber auch bei vielen anderen Psychopharmaka zu sehen.

Anticholinerges Syndrom

Das klassische anticholinerge Syndrom umfasst Mydriasis, Mundtrockenheit, Darmatonie, Delir, Krampfanfälle und tachykarde Herzrhythmusstörungen. Die Patienten sind oft agitiert, wach mit murmelnder Sprache und zeigen Hyperkinesien v.a. an Armen, Beinen und der Gesichtsmuskulatur. Dieses Syndrom kann zum Beispiel durch Antidepressiva, Neuroleptika, Antiparkinsonmittel oder Antihistaminika ausgelöst werden.

Serotoninsyndrom und malignes neuroleptisches Syndrom

Beide Syndrome können selten als potenziell lebensgefährliche Nebenwirkung auftreten. Das Serotoninsyndrom tritt bei serotonerg wirksamen Substanzen wie z. B. Serotoninagonisten, selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmern, Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern und Amphetaminen oder bei Kombination von Monoaminoxidasehemmern mit trizyklischen Antidepressiva auf. Das Serotoninsyndrom ist charakterisiert durch ausgeprägte psychische Alterierung, z. B. Agitation, Aggressivität, delirante bis halluzinatorisch-psychotische Zustände, Krampfanfälle, Dysfunktion des autonomen Nervensystems und neuromuskuläre Abnormitäten wie Rigor, Hyperreflexie, Tremor und Myoklonien bis hin zur Rhabdomyolyse. Weitere unspezifische Symptome wie Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen, Diarrhö, Schwitzen und Hyperthermie sind auch möglich.
Zu erwähnen ist, dass das klinische Bild des Serotoninsyndroms schwer von dem malignen neuroleptischem Syndrom zu unterscheiden ist. Dieses seltene Syndrom kann bei Patienten vorkommen, die mit Neuroleptika behandelt werden. Typisch ist das Auftreten zu Beginn einer Behandlung oder nach rascher Dosissteigerung, in Ausnahmefällen auch erst nach Monaten.
Beide können mit supportiver Therapie behandelt werden. In Tab. 1 werden die Syndrome zusammenfassend dargestellt.
Tab. 1
Unterscheidungsmerkmale Serotonin- und malignes neuroleptisches Syndrom. (Nach Chiewa und Buckley 2022; Hüttemann et al. 2009)
 
Serotoninsyndrom
Malignes neuroleptisches Syndrom
Ursache
Serotoninüberschuss
Dopaminmangel
Gemeinsame Symptome
Fieber, Tachykardie, Hypertonie, Hyperthermie, Muskelrigidität, Rhabdomyolyse
Auftreten der Symptome
< 24 h
Tage bis Wochen
Unterschiedliche Symptome
Myoklonus, Tremor, Hyperreflexie
Delirante bis halluzinatorisch-psychotische Zustände
Gastrointestinale Symptome
Körperstammbetonte Rigidität Bradykinese, Bradyreflexie,
Stupor, Bewusstseinsstörung
Schwere Komplikationen
Therapieresistente Hyperthermie

Sympathomimetisches Syndrom

Bei Überstimulation des Sympathikus mit Psychostimulanzien zeigen die meisten Patienten folgende Symptome: Kopfschmerzen, Agitation, Hypertension, Tachykardie oder Reflexbradykardie.
Als schwere Komplikation können hypertensive Enzephalopathien auftreten mit intrakranialen Hämorrhagien, Krampfanfällen, Myokardinfarkt, Arrhythmien, ischämische Darminfarkte, bis hin zum Multiorganversagen und Tod (Pschyrembel 2022; Micromedex 2022).

Intoxikationen

Antidepressiva

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI), selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)

Atypische Antidepressiva vermitteln ihre Wirkung überwiegend durch eine Wiederaufnahmehemmung von Serotonin und Noradrenalin aus dem synaptischen Spalt im zentralen Nervensystem (ZNS), im Falle der selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmer nur durch eine Wiederaufnahmehemmung von Serotonin. Weitere Rezeptorwirkungen (z. B. anticholinerg) sind gar nicht oder nur sehr wenig ausgeprägt. Leichte Überdosierungen sind geprägt von einer wechselhaften Vigilanz mit Sedierung bis Agitation, Tremor, Schwindel, Tachykardie. Bei schwereren Intoxikationen werden zusätzlich Koma, Ateminsuffizienz, Herz-Kreislauf-Insuffizienz, insbesondere tachykarde Herzrhythmusstörungen, QTc-Zeitverlängerungen, Krampfanfälle und eine toxininduzierte Rhabdomyolyse beobachtet. Gerade bei den SSRI kann es zusätzlich zu einem Serotoninsyndrom kommen.

Trizyklische (Trizyklika) und tetrazyklische Antidepressiva (Tetrazyklika)

Trizyklische Antidepressiva entfalten ihre Wirkung im ZNS primär durch eine Wiederaufnahmehemmung der Neurotransmitter Noradrenalin, Dopamin und Serotonin. Zusätzlich zeigen sie jedoch auch noch unterschiedlich ausgeprägte anticholinerge, antihistaminerge und α-blockierende Rezeptorinteraktionen (zentral und peripher). Überdosierungen führen zu einer anticholinerg geprägten Symptomatik, in leichteren Fällen mit Mydriasis, Schwindel, Tachykardie, Mundtrockenheit und wechselhafter Vigilanz zwischen leichter Sedierung, aber auch agitierte, delirante oder psychotische Zustände mit Halluzinationen sind möglich. Bei schwereren Fällen kommt es zu weiterer Vigilanzminderung bis hin zum Koma mit begleitender Atem- und Kreislaufdepression und metabolischer Azidose. Zusätzlich können protrahierte generalisierte Krampfanfälle, Rhabdomyolyse und multiple, insbesondere ventrikuläre Herzrhythmusstörungen bis hin zu Torsaden, aber auch AV-Blockierungen auftreten (siehe Abschn. 4 Spezielle Aspekte). Die eingesetzten Wirkstoffe zeichnen sich durch eine geringe therapeutische Breite, lange Wirkdauer und für sekundäre Gifteliminationsverfahren ungünstige pharmakokinetische Eigenschaften (hohes Verteilungsvolumen, hohe Plasmaeiweißbindung) aus. Aus therapeutischen Aspekten ist das Wirkverhalten im Gewebemilieu zu nennen: Die Wirkung ist im sauren Milieu verstärkt.
Wirkweise und Symptomatik der tetrazyklischen Antidepressiva ähneln weitgehend der der trizyklischen Antidepressiva, die anticholinerge Prägung ist jedoch weniger stark ausgebildet.

Monoaminoxidasehemmer

Bei Intoxikation präsentieren die Patienten das klinische Bild eines möglicherweise schweren sympathomimetischen Syndroms (siehe Abschn. 2 Toxidrome), bedingt durch die Wirkungsverstärkung durch tryptaminhaltige Nahrungsmitteln (z. B. Käse) oder bei Kombination mit Medikamenten z. B. Bupropion.
Zu beachten ist ebenfalls das hohe Wechselwirkungspotenzial zu anderen Medikamenten z. B. SSRI oder SSNRI. In diesen Fällen können Monoaminoxidasehemmervergiftungen außergewöhnlich schwer verlaufen und einem Serotoninsyndrom (siehe Abschn. 2 Toxidrome) entsprechen.

Phasenprophylaktika (Stimmungsstabilisatoren)

Dazu gehören zum Beispiel Neuroleptika (wie Olanzapin, Risperidon, Ziprasidon, Aripiprazol, Quetiapin; siehe Abschn. 3.4 Antipsychotika).

Lithium

Das genaue Wirkprinzip von Lithium ist noch nicht abschließend geklärt, bekannt sind jedoch Effekte im Stoffwechsel der Transmitter Noradrenalin und Serotonin. Überdosierungen sind neben gastrointestinalen auch von neurologischen Symptomen geprägt wie Tremor, Nystagmus, Ataxie, Lethargie und Sedierung sowie auch von deliranten Zustandsbildern. Bei schweren Vergiftungen kommt es darüber hinaus zu Störungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes, Kreislaufdepression, Koma, Ateminsuffizienz, Krampfanfällen und multiplen Herzrhythmusstörungen. Von großer Bedeutung im Rahmen von Vergiftungen ist außerdem die nur geringe therapeutische Breite des Wirkstoffes sowie die überwiegend renale Elimination (Pschyrembel 2022).

Tranquillanzien (Syn. Tranquilizer) und Hypnotika (Syn. Schlafmittel)

Diese ZNS-wirksamen Arzneimittel sind eine chemisch heterogene Gruppe von Substanzen, die je nach Wirkstoff oder Dosierung eine beruhigende, anxiolytische, schlaffördernde, zentral muskelrelaxierende oder antikonvulsive Wirkung haben. Sie werden eingesetzt als Einschlaf- und Durchschlafmittel, bei Angstzuständen, in der Notfallmedizin und im Rahmen der Anästhesie.
Folgende Substanzgruppen sind in Verwendung:
Histamin-H1-Rezeptorenblocker hemmen die über Histamin-H1-Rezeptoren vermittelten (allergischen) Reaktionen. Zusätzlich besitzen die Histamin-H1-Rezeptorenblocker der 1. Generation (infolge der Liquorgängigkeit und geringen H1-Rezeptorselektivität) eine zentral dämpfende (v. a. Promethazin) und meist sedierende (Diphenhydramin, Doxylamin) Wirkung.
Barbiturate, Benzodiazepine und benzodiazepinverwandte Mittel verstärken auf unterschiedliche Weise inhibitorische GABA-vermittelte Wirkungen im ZNS. Überdosierungen mit diesen Wirkstoffen führen primär zu einer allgemeinen und überschießenden Dämpfung bzw. Depression des zentralen Nervensystems, resultierend insbesondere in einer Vigilanzminderung bis hin zum Koma und möglicherweise in seltenen Fällen auch einer Atemdepression („narkotisches Syndrom“).
Zusätzlich kann es gerade bei schweren Intoxikationen zu Kreislaufdepression mit reflektorischer Tachykardie und als sekundäre Komplikation zu Hypothermie, Rhabdomyolyse mit eventuell konsekutivem Nierenversagen kommen. Von besonderer Relevanz bei Überdosierungen sind darüber hinaus die teilweise sehr langen Wirkdauern und Eliminationshalbwertszeiten einiger dieser Substanzen (z. B. Phenobarbital), die eine entsprechend bis zu mehreren Tagen anhaltende klinische Symptomatik bei Intoxikationen nach sich ziehen können. Die Anwendung von Barbituraten ist schon lange obsolet (Pschyrembel 2022). Sowohl Barbiturate also auch Benzodiazepine und Benzodiazepinanaloga weisen ein hohes Missbrauchs- bzw. Abhängigkeitspotenzial auf.

Antipsychotika (Syn. Neuroleptika)

In dieser sehr heterogenen Gruppe zeigt sich ein antipsychotischer Effekt durch die primäre, zentrale antagonistische Wirkung an den Dopaminrezeptoren. Eine verschieden ausgeprägte Interaktion an den Serotonin-, Histamin- und Acetylcholinrezeptoren führt zu einer unterschiedlichen Ausprägung der sedierenden, anticholinergen und sympatholytischen Wirkung.
Wichtig
Eine Einteilung kann nach Wirkungsprofil stattfinden:
In typische Neuroleptika (Neuroleptika der 1. Generation) und atypische Neuroleptika (Neuroleptika der 2. und 3. Generation).
Zu den typischen Neuroleptika gehören: Phenothiazinderivate wie Chlorpromazin und Levomepromazin, Haloperidol, Zuclopenthixol, Chlorprothixen, Levomepromazin, Melperon, Pipamperon.
Diese haben viele Nebenwirkungen, vor allem steht die extrapyramidale Symptomatik (EPMS) im Vordergrund. Wirkung auf Negativsymptome wie Affektverflachung und Apathie treten jedoch kaum auf.
Folgende Wirkstoffe sind atypische Neuroleptika: Amisulprid, Aripiprazol, Clozapin, Olanzapin, Quetiapin, Risperidon.
Die atypischen Neuroleptika wirken besser auf die Negativsymptome, sind zusätzlich affektstabilisierend und antimanisch wirksam. Bei schweren Vergiftungen kommt es bei praktisch allen Wirkstoffen zu Komplikationen wie Delir, Koma, Ateminsuffizienz, Kreislaufdepression, Rhabdomyolyse, tachykarde sowie auch bradykarde Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle. (Minns und Clark 2012). Im Normdosisbereich tritt selten ein malignes neuroleptisches Syndrom auf (Tormoehlen und Rusyniak 2012; Pschyrembel 2022).

Psychostimulanzien

Zu den Psychostimulanzien gehören Methylphenidat, Atomoxetin und Modafinil. Dabei ist der Begriff eine Sammelbezeichnung für Substanzen, die v. a. den Antrieb steigern und psychisch anregend wirken und u. a. einen zentral sympathomimetischen Effekt (indirekt wirkende Sympathomimetika) aufweisen. Bei Daueranwendung besteht die Gefahr der Toleranz und der Abhängigkeit. Eine Überdosierung mit diesen Substanzen kann zum Auftreten des sympathomimetischen Syndroms führen (Pschyrembel 2022).

Antidementiva

Antidementiva werden bei Demenzerkrankungen und anderen zerebralen Funktionsstörungen, z. B. Gedächtnis-, Konzentration- oder Denkfähigkeitsstörungen eingesetzt. Zu den Antidementiva gehören Cholinesterasehemmer (wie Donepezil, Galantamin, Rivastigmin) und Rezeptorantagonisten (wie Memantin), Nootropika (wie Piracetam) und pflanzliche Wirkstoffe wie Ginkgo biloba.
Cholinesterasehemmer sind indirekt wirkende Parasympathomimetika, die durch Hemmung des Enzyms Cholinesterase die Acetylcholinkonzentration am Rezeptor erhöhen und die Acetylcholinwirkung verlängern. Bei Überdosierung entsprechen die Symptome einer Organophosphatvergiftung.
Memantin ist ein nichtkompetitiver NMDA (N-Methyl-D-Aspartat)-Rezeptorantagonist und greift dadurch in die Regulation des glutamatergen Systems ein. Bei Vergiftungen stehen ZNS- und Herz-Kreislauf-Symptome im Vordergrund.
Der genaue Wirkungsmechanismus von Piracetam ist nicht geklärt. Zu den beschriebenen Wirkungen gehören eine Verbesserung der Glukoseaufnahme und -utilisation sowie eine Zunahme der Membranfluidität. Bei Überdosierung seht die ZNS-Stimulation und die Senkung der Krampfschwelle bei einer entsprechenden Disposition im Vordergrund.
Ginkgo-biloba-Präparate werden wegen der Steigerung der Hypoxietoleranz, v. a. des Hirngewebes, der Steigerung der Gedächtnisleistung und des Lernvermögens, der Förderung der Durchblutung, insbesondere der Mikrozirkulation sowie der Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes, der Inaktivierung toxischer Sauerstoffradikaler und der neuroprotektiven Wirkung eingesetzt (Pschyrembel 2022). Vergiftungssymptome sind nicht bekannt.

Spezielle Aspekte: Herzrhythmusstörungen

Bei fast allen erwähnten Substanzen kann es bei schweren Intoxikationen zu kardialen Reizleitungsstörungen und konsekutiv auch zu multiplen Herzrhythmusstörungen meist tachykarder, aber auch bradykarder Ausprägung kommen. Als frühe EKG-Zeichen dieser kardialen Komplikationen sind eine Verbreiterung des QRS-Komplexes auf >110/bzw. 120 ms oder Verlängerungen der QTc-Zeit auf > 500 ms (siehe Abb. 1), polymorphe ventrikuläre Extrasystolen und verschiedene atrioventrikuläre Überleitungsblockierungen zu beobachten. In schweren Fällen kann es zu lebensbedrohlichen Ereignissen und Herzrhythmusstörungen wie ventrikulären Tachykardien, Kammerflimmern, Torsade-de-pointes-Tachykardien, höhergradige AV-Blockierungen, Asystolie oder elektromechanischer Dissoziation (EMD) kommen (Goldfrank 2015; Micromedex 2022; Kerr et al. 2001).
Abb. 1
QRS-Komplexverlängerung, © Raphael Stich
Eine QRS-Komplexverlängerung erfolgt durch die Natriumkanalblockade (schneller Natriumkanal) des myokardialen Reizleitungssystems. Als Therapie empfiehlt sich Natriumbikarbonat, welches an diesem Pathomechanismus ansetzt.
Die QTc-Zeitverlängerung resultiert aus einem verzögerten Kaliumausstrom in der Repolarisationsphase.

Diagnostik

An diagnostischen Mitteln kommt der Anamnese/Fremdanamnese und der klinischen Untersuchung die größte Bedeutung zu (siehe Tab. 2). Durch diese Maßnahmen und die zusätzliche Inspektion der Umgebung ist gerade bei suizidalen/parasuizidalen Handlungen in den meisten Fällen schon eine Verdachtsdiagnose möglich, die weiteren Maßnahmen an Diagnostik und Monitoring dienen im Wesentlichen der weiteren Risikostratifizierung und zur Erfassung möglicher Komplikationen.
Tab. 2
Diagnostische Maßnahmen bei Überdosierungen mit Psychopharmaka
Anamnese/Fremdanamnese
Eigenmedikation, Medikamente im näheren Umfeld verfügbar, Vorerkrankungen etc.
Inspektion der Umgebung
Tablettenreste, Blister, Beipackzettel, Verpackungen etc.
Klinische Untersuchung
Vigilanz und Psyche, Herzfrequenz/-rhythmus, Blutdruck, Atemmuster, neurologische Störungen, „Syndrome“ etc.
EKG/Monitoring
Herzrhythmusstörungen, QRS-Verbreiterungen, QTc-Verlängerungen etc.
Labor
Blutgasanalyse mit Säure-Basen-Haushalt, Elektrolyte, Blutzucker, Kreatinkinase, Leber- und Nierenparameter, Blutbild
Toxikologische Analytik
Screening: Urinschnelltests verfügbar, insbesondere für trizyklische Antidepressiva und Benzodiazepine (Cave: falsch-positive/falsch-negative Ergebnisse möglich)
Serumspiegel: quantitative Wirkstoffbestimmungen für einige Wirkstoffe verfügbar, klinisch relevante Grenzkonzentrationen nicht für alle Wirkstoffe etabliert, jedoch gut etabliert für z. B. Lithium und Phenobarbital
Große Bedeutung kommt dem EKG bzw. der kontinuierlichen EKG-Rhythmusüberwachung (Monitoring) zu, insbesondere bei Vergiftungen mit trizyklischen Antidepressiva oder Neuroleptika sind die Patienten durch multiple Herzrhythmusstörungen bradykarder und auch tachykarder Natur gefährdet. Auch bei ansonsten klinisch unauffälligen Patienten in der Akutphase können noch z. B. QTc-Zeitverlängerungen oder AV-Blockierungen fortbestehen und daher eine weitere Überwachung erforderlich machen (Kerr et al. 2001).

Differenzialdiagnostik

Im Rahmen der Differenzialdiagnostik kommen bei den meist führenden Symptomkomplexen der unklaren Vigilanzminderung, einer unspezifischen neurologischen Symptomatik bis hin zu Krampfanfällen und einer unklaren Kreislaufdepression, möglicherweise auch mit Herzrhythmusstörungen, letztendlich viele internistische und neurologische Krankheitsbilder in Betracht. Da auch eine Tablettenintoxikation mit Psychopharmaka mangels suffizienter Anamnesemöglichkeit initial oft nur eine Verdachtsdiagnose ist und nicht sicher bewiesen werden kann, sollte in diesen Fällen mittels klinischer, laborchemischer und apparativer Methoden nach anderen, insbesondere zerebralen, metabolischen, kardialen und auch septischen Ursachen gesucht werden, um nicht andere therapeutische Optionen zu verpassen (Brent et al. 2017).

Therapie

Primäre Giftelimination

Da alle Psychopharmaka bei Überdosierung rasch zu einer Vigilanzminderung führen können, ist das Induzieren von Erbrechen kontraindiziert. Die Gabe von medizinischer Kohle ist in der frühen Phase bei großen und potenziell lebensbedrohlichen Mengen sinnvoll, jedoch muss hier wegen der eventuell rasch fortschreitenden Vigilanzminderung mit Verlust der Schutzreflexe im Einzelfall eine Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen und ggf. auch eine Schutzintubation durchgeführt werden. Bei reinen Benzodiazepinintoxikationen kann in der Regel wegen eines eher „benignen“ Verlaufes auf Maßnahmen der primären Giftelimination verzichtet werden, da die drohenden Hauptgefahren unter intensivmedizinischen Bedingungen gut beherrscht werden können.
Eine weitere Besonderheit stellt eine mögliche Bezoarbildung durch Verklumpung von Tabletten im Magen dar, wie sie z. B. von Lithium und Quetiapin gerade bei retardierten Präparaten beschrieben worden ist (Rauber-Lüthy et al. 2013).
Je nach Größe dieser „Bezoare“ kann dann ein Weitertransport durch den Pylorus erheblich verzögert werden, sodass es konsekutiv auch zu einer deutlich verzögerten und protrahierten Resorption und entsprechend klinischen Symptomatik kommen kann. Die Möglichkeit eines solchen Effektes sollte bei bestimmten Präparaten bedacht werden; Art und Ausmaß des Managements (z. B. Endoskopie zur Objektivierung und ggf. Bergung der Reste von Medikamenten, wiederholte Gabe von medizinischer Kohle) sollen mit einer Giftnotrufzentrale diskutiert werden.

Sekundäre Giftelimination

Aufgrund ihrer pharmakokinetischen Eigenschaften mit eher hohen Verteilungsvolumina und/oder hohen Plasmaeiweißbindung sind bei den meisten Psychopharmaka, insbesondere bei den Antidepressiva und Neuroleptika, sekundäre Eliminationsmaßnahmen keine effektive und sinnvolle Option. Ausnahmen hiervon bilden nur das Lithium und allenfalls einige Barbiturate, die bei sehr hohen Serumspiegeln und einer bedrohlichen klinischen Symptomatik über ein extrakorporales Verfahren z. B. Hämodialyse mit einer hinreichenden Effektivität eliminiert werden können.
Lithium hat nur eine geringe therapeutische Breite und Patienten ohne Lithiumvorbehandlung können bereits bei einer Tagesmaximaldosis deutliche Vergiftungssymptome entwickeln. Bei einer akuten Überdosierung stehen initial gastrointestinale Symptome im Vordergrund, die ZNS-Symptomatik tritt verzögert ein, höhere Lithium-Spiegel können ohne neurologische Symptomatik toleriert werden. Bei einer chronischen (oder akut chronischen) Überdosierung können signifikante neurologische Symptome bereits bei Plasmaspiegeln im unteren toxischen Bereich auftreten und eine Hämodialyse kann indiziert sein (Decker et al. 2015).

Intensivmedizinische Überwachung und Therapie

Intensivmedizinisches Monitoring, supportive und differenzierte, symptomorientierte intensivmedizinische Therapiemaßnahmen sind als die wichtigsten Eckpfeiler bei der Behandlung von Vergiftungen mit Psychopharmaka zu betrachten. Insbesondere im Hinblick auf die häufigen Komplikationen wie Atem- oder Kreislaufdepressionen, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen, Rhabdomyolyse, Nierenversagen sowie Störungen des Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes bestimmen die frühzeitige und adäquate Nutzung intensivtherapeutischer Maßnahmen letztendlich maßgeblich die Prognose und den Outcome solcher Vergiftungen (Goldfrank 2015; Brent et al. 2017).

Spezielle therapeutische Aspekte

Flumazenil als Antidot

Mit Flumazenil lässt sich insbesondere die sedierende und die sehr selten auftretende atemdepressive Wirkung der Benzodiazepine (und teilweise auch der benzodiazepinverwandten Wirkstoffe) erfolgreich antagonisieren. Die Wirkdauer nach einmaliger Applikation ist jedoch nur begrenzt (unter 1 h), sodass im Verlauf mit einer erneuten Vergiftungssymptomatik der ursprünglichen Ausprägung zu rechnen ist. Die wichtigste und lebensrettende Indikation für Flumazenil ist insofern die Überbrückung einer Ateminsuffizienz und fehlendem Aspirationsschutz bei fehlender Intubations- und Beatmungsmöglichkeit. Vermeiden sollte man die Gabe von Flumazenil bei vermuteten oder bestehenden Mischintoxikationen mit anderen, potenziell krampfschwellensenkenden oder krampfauslösenden Wirkstoffen (z. B. Neuroleptika, Antidepressiva), da durch die Antagonisierung auch der antikonvulsiven Wirkung der Benzodiazepine die krampfauslösende Wirkung der anderen Präparate zur vollen Ausprägung kommen kann. Ebenso zu beachten ist die Induktion eines Benzodiazepinentzugssyndroms bei bestehender Abhängigkeit mit den entsprechenden Komplikationen (Entzugskrampfanfall, Entzugsdelir, Agitation; Brent et al. 2017).
Da bei Kindern mit einer unabsichtlichen Einnahme zu rechnen ist (sprich eine Monointoxikation), kann die Flumazenilgabe schnell angedacht werden.

Physostigmin als Antidot

Mit Physostigmin können anticholinerge Symptome passager aufgehoben werden, wenn deren Genese wie z. B. bei einigen Neuroleptika auch auf einen direkten anticholinergen Effekt zurückzuführen sind. Durch seine cholinerge Wirkung im vegetativen Nervensystem ist Physostigmin jedoch auch mit einem erheblichen Nebenwirkungs- und Komplikationspotenzial (insbesondere bradykarde Herzrhythmusstörungen bis hin zur Asystolie, Krampfanfälle, Emesis mit Aspirationsgefahr) behaftet, die Indikationsstellung und Therapie sollte deshalb erfahrenen Behandlern bei schwerem anticholinergem Delir erfolgen. Die Verwendung von Physostigmin bei Intoxikationen mit trizyklischen Antidepressiva wird inzwischen sehr kontrovers diskutiert (Arens und Kearney 2019).

Natriumbikarbonat

Bei bestehenden Reizleitungsstörungen (z. B. QRS-Verbreiterungen) und multiformen Herzrhythmusstörungen im Rahmen von Vergiftungen mit trizyklischen Antidepressiva und einigen Neuroleptika hat sich die Blutalkalisierung durch Gabe von Natriumbikarbonat zur Therapie und Vermeidung fortschreitender Rhythmuskomplikationen als wirksam erwiesen. Eine kontrollierte Anhebung des Blut-pH-Wertes auf 7,45–7,55 sollte hierbei erzielt werden und durch ein vermehrtes Angebot von Natrium könnte die Natriumkanalblockade am Reizleitungssystem überwunden werden. Zu beachten ist, dass andere relevante Befunde dem nicht entgegensprechen (Kerr et al. 2001).

Lipid Rescue

Die Durchführung einer Fettemulsionstherapie bei intoxikierten und lebensbedrohlich hämodynamisch instabilen Patienten wird im Falle des Versagens aller anderen therapeutischen Standardmaßnahmen als Ultima Ratio diskutiert bzw. in Einzelfällen bei einigen Toxinen empfohlen. Vorbild ist dabei das „Lipid-rescue-Verfahren“, welches bei Überdosierungen mit lipidlöslichen Lokalanästhetika und Auftreten von lebensbedrohlichen hämodynamischen Komplikationen beschrieben ist. Eine Wirksamkeit bei Intoxikationen mit trizyklischen Antidepressiva ist jedoch bisher nicht bewiesen, die Entscheidung für diese Maßnahme bewegt sich somit bisher im Rahmen eines Therapieversuches auf der Basis von Fallberichten (Micromedex 2022; Angel-Isaza et al. 2020).

Extrakorporale Zirkulationsverfahren

Die Behandlung mit extrakorporalen Verfahren (venoarterielle Ersatzverfahren, va-ECMO®) bei schweren therapierefraktärem kardiogenen Schock nach Vergiftungen mit Psychopharmaka hat in den spezialisierten Zentren inzwischen einen größeren Stellenwert als Bridging-Maßnahme (Ikejiri et al. 2021).

Verlauf und Prognose

Wichtige Einflussparameter für Verlauf und Prognose relevanter Intoxikationen mit Psychopharmaka sind neben den pharmakodynamischen Eigenschaften und der effektiv resorbierten Dosis insbesondere das Ausmaß an toxischen Effekten auf das vegetative Nervensystem. Wegen überwiegend längeren Eliminationshalbwertszeiten der Wirkstoffe kann die Symptomatik solcher Intoxikationen mehr als 24 h andauern. Gefährdet sind die Patienten in dieser Zeit maßgeblich durch die toxischen Effekte bzw. die Beeinträchtigung von Vigilanz, Schutzreflexen, Atmung, Kreislauf und sehr oft auch durch Krampfanfälle und maligne Herzrhythmusstörungen. Aus logistischen Gründen kommt der primären Giftelimination in vielen dieser Fälle nur noch eine nachrangige Bedeutung für Verlauf und Prognose zu, da erfahrungsgemäß oft schon bis zu mehrere Stunden zwischen Einnahme und Einsetzen der medizinischen Maßnahmen vergangen sind (Patienten werden „aufgefunden“). Einem engmaschigen intensivmedizinischen Monitoring und einer rechtzeitigen und adäquaten intensivmedizinischen supportiven bzw. symptomorientierten Therapie kommen in diesen Fällen die größte Bedeutung für den weiteren Verlauf und die Prognose zu. Lassen sich die kritischen und lebensbedrohlichen Phasen intensivmedizinisch rechtzeitig und erfolgreich überbrücken, so können die meisten dieser Intoxikationen ohne protrahierte bzw. bleibende Schädigungen überlebt werden (Goldfrank 2015).
Literatur
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