Schlafapnoe
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist gekennzeichnet durch eine rezidivierenden Verlegung der oberen Atemwege im Schlaf mit daraus resultierenden Weckreaktionen und dadurch gestörten Schlaf mit der Folge einer erhöhten Tagesschläfrigkeit. Diagnose und Schweregradbeurteilung des OSAS erfolgen in der Zusammenschau klinischer und apparativer Untersuchungsmethoden. Ziel der Diagnostik ist es, raschen Aufschluss über die Dringlichkeit zu einer Schlaflaboruntersuchung zu erlangen, um die Therapieindikation stellen zu können. Die typischen Symptome des OSAS sind lautes und unregelmäßiges Schnarchen mit Atemstillständen im Schlaf in Verbindung mit exzessiver Tagesmüdigkeit und spontaner Einschlafneigung. Zur Erfassung des Schweregrades der Tagesschläfrigkeit werden standardisierte Fragebögen angewandt, die ebenso in der Verlaufskontrolle der Erkrankung eingesetzt werden. Die weitere Diagnostik umfasst klinische Untersuchungs- und Funktionstest, ambulante polygraphische Messungen und die kardio-respiratorische Polysomnographie. Sie stellt den Goldstandard in der Diagnostik, Differenzialdiagnostik und -therapie dar. Die Schweregradeinteilung des OSAS erfolgt primär nach dem Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI). Dieser ist aber alleine genommen für die Beurteilung des OSAS-Schweregrades nicht ausreichend. Vielmehr müssen bei der Schweregradeinschätzung andere Faktoren wie das Ausmaß der Schlafstrukturstörung und das Ausmaß der Tagesschläfrigkeit berücksichtigt werden. Hierzu stehen neben standardisierten Fragebögen spezielle neurophysiologische und –psychologische Verfahren zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch Aufmerksamkeits- und Vigilanztests bis hin zu Fahrsimulator-Untersuchungen.