Erworbener Nystagmus und sakkadische Intrusionen
Bei einem Nystagmus handelt es sich um periodische, meist unwillkürliche Augenbewegungen mit einer meist langsamen Augendrift und einer schnellen Rückstellphase. Leitsymptome können verschwommen Sehen, reduzierter Visus, Schwank-, Drehschwindel und/oder Gangstörungen sein. Die Diagnose beruht auf der Beschreibung von Form, Richtung (die nach der schnellen Phase angegeben wird) sowie auslösenden/modulierenden Faktoren. Häufige Formen sind peripherer oder zentraler Spontannystagmus sowie Blickrichtungs-, Lagerungs-, Kopfschüttel- und Rebound-Nystagmus; daneben gibt es Nystagmus-ähnliche Formen, wie Sakkadische Intrusionen. Ein Spontannystagmus ist definiert als ein in Primärposition ohne Provokationsmanöver vorhandener Nystagmus. Es kann sich um einen peripheren vestibulären Spontannystagmus, z. B. bei akuter unilateraler Vestibulopathie, oder zentrale Formen wie Downbeat- oder Upbeat-Nystagmus handeln. Therapie bei den beiden letzteren ist 4-Aminopyridin.
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- Die häufigsten zentralen Nystagmusformen und Nystagmus-ähnlichen Augenbewegungsstörungen
- Downbeat-Nystagmus (DBN)
- Upbeat-Nystagmus (UBN)
- Fixationspendelnystagmus (FPN)
- Rein torsioneller Nystagmus
- Periodisch alternierender Nystagmus (PAN)
- Seesaw-Nystagmus
- Nystagmus-ähnliche Augenbewegungsstörungen