Keratokonjunctivitis vernalis (VKC)
Die Keratokonjunktivitis vernalis (VKC) ist eine beidseitige, rezidivierende Entzündung der Augenoberfläche, die schubweise – bevorzugt im Frühjahr – auftritt. Sie betrifft nahezu ausschließlich das Kindesalter. Klinische Charakteristika sind Riesenpapillen im Tarsus des Oberlides und/oder limbusnahe Veränderungen („Trantas dots“). Die Pathogenese der VKC ist unklar. Klinische Befunde belegen, dass komplexe Mechanismen zugrunde liegen. Prädisponierende Faktoren schließen endokrine, genetische, neurogene sowie Umwelteinflüsse ein. Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren und topische Steroide haben sich als Therapie der VKC bewährt. Allerdings ist diese Behandlung bei schweren Verläufen unzureichend. Immunmodulative Substanzen wie Ciclosporin A sind vor allem für die Langzeittherapie besser geeignet. Überwiegend liegt ein selbstlimitierender Verlauf vor, der nach der Pubertät abklingt. Bei einem Teil der Patienten treten Visus-bedrohliche Komplikationen ein, die durch Hornhautkomplikationen oder iatrogen durch längerfristige Steroidbehandlung (v. a. Katarakt) verursacht werden.