Bei einem PPROM zwischen 24+0 und 33+6 SSW oder zwischen 22+0 und 23+6 SSW, falls eine Maximaltherapie gewünscht wird, soll zunächst ein exspektatives Vorgehen erwogen werden, falls keine unmittelbare Gefahr für Mutter und Kind besteht (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Bei einem PPROM zwischen 24+0 und 33+6 SSW oder zwischen 22+0 und 23+6 SSW, falls eine Maximaltherapie gewünscht wird, sind die Gefahren der aufsteigenden Infektion, der
vorzeitigen Plazentalösung oder des drohenden
Nabelschnurvorfalles gegen die neonatalen Risiken, die aus der
Frühgeburt resultieren können, abzuwägen. Eine aszendierende Infektion mit
Triple I, vorzeitige Plazentalösung, pathologisches
CTG oder ein hohes Risiko oder das Vorhandensein eines Nabelschnurvorfalls sind Indikationen für eine sofortige Entbindung.
Das Für und Wider eines exspektativen Vorgehens wurde in einer
Metaanalyse ausführlich erörtert. In 12 inkludierten Studien wurde das Befinden für 3617 Patientinnen mit PPROM bei geplanter früher Entbindung versus exspektativem Vorgehen zwischen 24 und 37 SSW verglichen. Die Schwangerschaftsdauer war bei geplanter früher Entbindung ca. eine halbe Woche („mean difference“ [MD] 0,48 Wochen, 95 % CI 0,57−0,39) und der stationäre Aufenthalt der Mutter knapp 2 Tage kürzer (MD 1,75 Tage, 95 % CI 2,45−1,05). Die weiteren Ergebnisse sind in Tab.
2 zusammengefasst (Bond et al.
2017).
Tab. 2
Geplante Entbindung vs. exspektatives Vorgehen bei PPROM zwischen 24 und 37 SSW. (Nach Bond et al.
2017)
| 0,93 | 0,66–1,30 |
| 1,24 | 0,70–2,21 |
RDS | 1,26 | 1,05–1,53 |
| 1,26 | 1,11–1,44 |
| 1,76 | 0,89–3,50 |
Intrauteriner Fruchttod | 0,45 | 0,13–1,57 |
Neonatale Mortalität | 2,55 | 1,17–5,56 |
| 1,27 | 1,02–1,58 |
Verlegung auf neonatale Intensivstation | 1,16 | 1,08–1,24 |
Chorioamnionitis | 0,50 | 0,26–0,95 |
Endomyometritis | 1,61 | 1,00–2,59 |
Weheninduktion | 2,18 | 2,01–2,36 |
Applikation antenataler Steroide
Bei Patientinnen mit PPROM zwischen 24+0 und 33+6 SSW oder zwischen 22 und 23+6 SSW, falls eine Maximaltherapie gewünscht wird, soll die Applikation antenataler Steroide mit 2-mal 12 mg Betamethason i.m. im Abstand von 24 h erfolgen (alternativ Dexamethason, 4-mal 6 mg alle 12 h) (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Da über die Hälfte aller Patientinnen mit PPROM innerhalb von einer Woche entbunden werden, ist die Applikation antenataler Steroide indiziert. Weitere Details s. Kap. „Frühgeburt“ Applikation antenataler Steroide.
Antibiotikatherapie
Bei Patientinnen mit PPROM zwischen 24+0 und 33+6 SSW oder zwischen 22 und 23+6 SSW, falls eine Maximaltherapie gewünscht wird, soll eine Antibiotikatherapie erfolgen (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Wie eine
Metaanalyse, die 22 plazebokontrollierte randomisierte Studien mit 6872 Patientinnen einschloss, zeigt, wird durch eine Therapie mit
Antibiotika die maternale und neonatale Morbidität bei PPROM signifikant gesenkt (Tab.
3) (Kenyon et al.
2013).
Tab. 3
Effekt einer Therapie mit Antibiotika auf die maternale und neonatale Morbidität bei PPROM zwischen 24 und 37 SSW (Nach Kenyon et al.
2013)
Chorioamnionitis | 0,66 | 0,46–0,96 |
Geburt innerhalb von 48 h | 0,71 | 0,58–0,87 |
Geburt innerhalb von 7 Tagen | 0,79 | 0,71–0,89 |
Neonatale Infektion | 0,67 | 0,52–0,85 |
Surfactant-Applikation | 0,83 | 0,72–0,96 |
Neonatale Sauerstofftherapie | 0,88 | 0,81–0,96 |
Auffälliger zerebraler Ultraschall bei Entlassung | 0,81 | 0,68–0,98 |
Die Datenlage erlaubt keine Empfehlung eines bestimmten Therapieregimes. Eine Möglichkeit ist die i.v. Applikation von Ampicillin für 2 Tage, gefolgt von 5 Tagen Amoxicillin oral sowie eine orale Gabe von Azithromyzin zu Beginn. Die Kombination aus Amoxicillin und Clavulansäure soll vermieden werden (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Die Datenlage erlaubt keine Empfehlung eines bestimmten Therapieregimes. Allerdings sollte die Kombination aus Amoxicillin und Clavulansäure vermieden werden, da hierunter eine erhöhte Rate an
nekrotisierender Enterokolitis beschrieben wurde (RR 4,72; 95 % CI 1,57–14,23) (Kenyon et al.
2013).
Das optimale Antibiotikaregime ist bisher nicht bekannt (ACOG-Practice-Bulletin
2020; Chatzakis et al.
2020). Ein bevorzugtes Regime für Schwangere, bei denen die Schwangerschaft für mindestens 7 Tage prolongiert werden soll, besteht aus einem Penicillin, z. B. Ampicillin (2 g i.v. alle 6–8 h über 48 h), gefolgt von Amoxicillin (3-mal 500 mg oder 2-mal 875 mg p.o. über 5 Tage). Zusätzlich sollte zu Beginn der Therapie auch ein Makrolid, z. B. Azithromycin (einmalig 1 g p.o.), verabreicht werden. Ampicillin ist besonders zur Behandlung von B-Streptokokken geeignet, es deckt aber auch zahlreiche aerobe gramnegative und auch einige anaerobe Keime ab. Auch Penicillin G (5 Mio I.E. i.v. als Initialdosis, gefolgt von 2,5 Mio I.E. i.v. alle 4 h) ist ein etabliertes Therapieschema, welches sich vor allem gegen
Streptokokken, aber weniger gegen gramnegative Erreger richtet. Makrolide (Erythromycin, Azithromycin) wirken gut gegen Chlamydien, die eine Hauptursache für neonatale Konjunktivitiden und
Pneumonien sind, und gegen genitale Mykoplasmen, die eine wichtige Ursache der Chorioamnionitis bei vorzeitigem Blasensprung darstellen. Ausweislich der Internetseite www.embryotox.de liegen ausreichende Daten zur Gabe von Azithromycin in der Schwangerschaft vor, um dieses Präparat indikationsgerecht einzusetzen (Embryotox
2020).
Dieses Schema ist dem des National Institute of Child Health and Human Development (NICHD) Maternal-Fetal-Medicine Units (MFM-U) Networks ähnlich und von diesem abgeleitet. Es führte nachgewiesenermaßen zu einer Senkung der perinatalen Morbidität nach frühem vorzeitigen Blasensprung: Ampicillin 2 g i.v. alle 6 h und Erythromycin 250 mg i.v. alle 6 h für 48 h, gefolgt von Amoxicillin 250 mg p.o. alle 8 h und Erythromycin 333 mg p.o. alle 8 h über 5 Tage (Mercer et al.
1997).
Bei einer Allergie gegen Penicilline kann auf Cephalosporine (z. B. Cefuroxim 3-mal 1,5 g i.v. über 48 h, gefolgt von Cefuroxim 3-mal 500 mg p.o. über 5 Tage, zusätzlich 1 g Azithromycin p.o.) oder auch auf eine Kombination aus Clindamycin und
Gentamicin ausgewichen werden. Eine kürzlich publizierte Studie lieferte Hinweise, dass die Gabe von Cefuroxim im Vergleich zu Ampicillin die Latenzphase sogar um etwas mehr als 2 Tage prolongiert, allerdings ohne Einfluss auf die neonatale Morbidität (Wolf et al.
2020).
Tokolyse
Der Einsatz einer
Tokolyse ist nicht mit einer signifikanten Verbesserung der perinatalen Morbidität und Mortalität bei PPROM assoziiert (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Das primäre Ziel einer tokolytischen Therapie bei frühem vorzeitigem Blasensprung ist die Möglichkeit der Applikation antenataler Steroide. Grundsätzlich sollten Tokolytika möglichst nicht länger als 48 h angewendet werden. Besonders bei fortgeschrittenen Befunden (z. B. Muttermundseröffnung um >4 cm oder bei klinischem V. a.
Triple I) sollten sie nicht mehr zum Einsatz kommen, weil eine Schwangerschaftsverlängerung in diesen Fällen nicht sinnvoll und das Risiko für ein Triple I hoch ist.
Ein Cochrane-Review schloss 8 Studien mit 408 Schwangeren und frühem vorzeitigem Blasensprung (23–36 SSW) ein (Mackeen et al.
2014). Im Vergleich zu Plazebo ergab sich dabei eine Verlängerung der Latenzzeit um im Median 73 h und eine signifikante Verminderung der Rate an Geburten innerhalb von 48 h (RR 0,55; 95 % CI 0,32–0,95). Allerdings war die
Tokolyse vor 34 SSW mit einer signifikant erhöhten Rate an Chorioamnionitis assoziiert (RR 1,79; 95 % CI 1,02–3,14) und hatte keinen Einfluss auf die perinatale Morbidität oder Mortalität. Jedoch ist die Aussagekraft der
Metaanalyse durch den Einschluss relativ kleiner Studien und durch die Tatsache, dass nicht in allen Studien
Kortikosteroide zur Lungenreifeinduktion angewendet wurden, erheblich eingeschränkt.
Fetale und maternale Überwachung
Patientinnen mit PPROM sollen mit Hinblick auf ein
Triple I überwacht werden. Klinische Anzeichen sind maternales
Fieber plus einer der folgenden Befunde: fetale Tachykardie (>160 Schläge/min) oder
Leukozyten >15000/μl oder purulenter
Fluor aus dem Muttermund (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Schwangere mit frühem vorzeitigem Blasensprung sollten routinemäßig auf Infektionszeichen hin untersucht werden. Hierzu gehören die oben genannten klinischen Parameter, aber auch Symptome wie schmerzhafter Uterus, uterine Kontraktionen, mütterlicher Blutdruck und Herzfrequenz (Higgins et al.
2016). Darüber hinaus sollen Kontrollen des Blutbildes und des
C-reaktives Protein (CRP) erfolgen. Allerdings ist der Nutzen täglicher Laborkontrollen umstritten (Tita und Andrews
2010).
Auch jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass der prädiktive Wert dieser klinischen Parameter sehr begrenzt ist. Insbesondere ist dabei auch ein Anstieg der
Leukozyten nach antenataler Steroidgabe zu berücksichtigen. Eine Kombination aus maternalem
Fieber, CRP und Leukozyten erreicht zur Prädiktion eines FIRS eine „area under the curve“ (
AUC) von lediglich 0,66 (Kunze et al.
2016). Für einen CRP-Wert von 17,5 mg/l im maternalen
Serum zur Prädiktion einer intraamnialen Infektion oder Inflammation wird eine
Sensitivität von 47 %, eine
Spezifität von 96 %, ein positiver Vorhersagewert von 42 % und ein negativer Vorhersagewert von 96 % beschrieben (Musilova et al.
2017).
Das tägliche CTG-Monitoring bei Patientinnen mit PPROM ist übliche klinische Praxis. Allerdings steht derzeit keine fetale Überwachungsmethode zur Verfügung, die zuverlässig eine intrauterine Inflammation oder Infektion anzeigt. Weder das
CTG noch die Erweiterung zu einem biophysikalischen Profil (CTG plus fetale Atem- und sonstige Bewegungen, fetaler Tonus sowie
Fruchtwassermenge) sind geeignete Prädiktoren für eine intrauterine Infektion (CTG:
Sensitivität 39 %; biophysikalisches Profil: 25 %) (Lewis et al.
1999). Ebenso wenig sind regelmäßige Überwachungen der Fruchtwassermenge sinnvoll. Die Verminderung der Fruchtwassermenge steigert zwar das Risiko für eine Kompression der Nabelschnur und verkürzt nachweislich den Abstand bis zum Einsetzen der Geburtswehen, die prädiktiven Werte für ein negatives Outcome sind jedoch niedrig (Mercer et al.
2006). Die Dopplersonografie hat bei vorzeitigem Blasensprung keine nachgewiesenen Vorteile (Abramowicz et al.
1992; Carroll et al.
1995; Leo et al.
1992).
Der Einsatz einer Amniozentese zur Diagnose eines
Triple I ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll, z. B. bei unklarem maternalem Infektionsherd (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Die Durchführung einer Amniozentese
zum Infektionsausschluss ist nach wie vor umstritten (Dudley et al. 1991; Shinjo et al. 2012; Simhan und Canavan 2005). Zum einen ist sie bei klinisch asymptomatischen Frauen nicht sinnvoll, zum anderen sollte bei symptomatischen Schwangeren wenn möglich alleine aufgrund des klinischen Bildes die Schwangerschaft beendet werden. Für eine Amniozentese verbleibt also lediglich der kleine Teil der unsicheren Fälle, bei denen wiederum in etwa 50 % der Fälle kein Fruchtwasser gewonnen werden kann und dann letztlich wieder klinisch entschieden werden muss.
Auch ist nach wie vor unklar, welche biochemischen Parameter, die im Fruchtwasser analysiert werden, die beste Prädiktion für ein
Triple I haben. In den wenigen Kliniken, die eine Amniozentese zur Diagnose eines Triple I einsetzen, werden
Glukose,
Laktatdehydrogenase (LDH) und
Leukozyten gemessen, eine Gramfärbung durchgeführt und Bakterienkulturen angelegt. Bakterienkulturen sind allerdings für eine rasche Diagnosestellung ungeeignet. Auch ist die Interpretation der übrigen Parameter im Hinblick auf ein Triple I bisweilen schwierig (Higgins et al.
2016). Inzwischen wurden sogar Schnelltests (Bedside-Tests) zur Bestimmung des
Interleukin-6 (IL-6) aus dem durch Amniozentese gewonnenen Fruchtwasser entwickelt (Kacerovsky et al.
2014). Die klinische Relevanz muss allerdings erst in großen Studien geprüft werden.
Die Prädiktion eines
Triple I mittels im Vaginalsekret gemessener biochemischer Parameter ist nach heutigem Kenntnisstand nicht sinnvoll (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Für eine Kombination aus klinischen Parametern und IL-6 bzw. Tumornekrosefaktor (TNF-α) wird eine
AUC von 0,92 bzw. 0,94 für das FIRS beschrieben (Kunze et al.
2016). Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie, die bei Patientinnen mit PPROM die IL-6-Konzentration im Vaginalsekret mit der in der
Amnionflüssigkeit gewonnen durch Amniozentese verglich (Musilova et al.
2016). Allerdings reichen diese ersten Arbeiten noch nicht aus, um einen routinemäßigen, klinischen Einsatz zu rechtfertigen.
Entbindung
Patientinnen mit PPROM zwischen 24+0 und 33+6 SSW oder zwischen 22 und 23+6 SSW, falls eine Maximaltherapie gewünscht wird, können ab 34+0 SSW entbunden werden. Indikationen für eine sofortige Entbindung sind ein
Triple I (V. a. oder bestätigt),
vorzeitige Plazentalösung, pathologisches
CTG oder ein hohes Risiko für bzw. das Vorhandensein eines
Nabelschnurvorfalls (AWMF LL 015–025 (
2020) Prävention und Therapie der
Frühgeburt).
Indikationen für die sofortige Beendigung der Schwangerschaft sind ein
Triple I (Verdacht auf oder bestätigt),
vorzeitige Plazentalösung, pathologisches
CTG oder ein hohes Risiko oder das Vorhandensein eines
Nabelschnurvorfalls. In all diesen Fällen ist eine Fortsetzung der Schwangerschaft mit einer Verschlechterung des fetalen Outcomes assoziiert und ist daher kontraindiziert.
Es gibt derzeit keinen Hinweis, dass bei Kindern von Patientinnen mit
Triple I, die eine Antibiotikatherapie erhalten, eine Korrelation zwischen der Dauer der Wehentätigkeit und dem neonatalen Outcome besteht (Gilstrap und Cox
1989; Rouse et al.
2004). Deshalb kann bei diesen Patientinnen zunächst ein vaginaler Entbindungsversuch unternommen werden. Die
Sectio caesarea sollte den üblichen Standardindikationen vorbehalten bleiben, da durch diese Intervention die Rate an
Wundheilungsstörungen, Endometritis und zusätzlich das Thromboserisiko erhöht wird.
Wenn die oben genannten Risikofaktoren nicht vorliegen, ist ein abwartendes Management bis 34+0 SSW international Standard (ACOG-Practice-Bulletin
2018; Schmitz et al.
2019). Wie eine Cochrane
Metaanalyse allerdings zeigt, ist das perinatale und maternale Outcome bei einem exspektativen Management versus geplanter früher Entbindung nicht wesentlich vom Zeitpunkt des PPROM abhängig (Bond et al.
2017) (Tab.
4). Im Gegensatz zu einem PPROM ≥34+0 SSW war bei einem PPROM <34 SSW die
Prävalenz der Endometritis bei geplanter früher Entbindung im Vergleich mit einem exspektativen Vorgehen erhöht, die des „respiratory distress syndrome“ (RDS) nicht erhöht und die der Chorioamnionitis nicht vermindert. Keine Unterschiede zeigten sich bei der neonatalen Infektion. Deshalb ist ein exspektatives Vorgehen bei einer Patientin, deren PPROM vor der SSW 34 eintrat, auch über 34+0 SSW hinaus vertretbar.
Tab. 4
Neonatale und maternale Morbidität bei geplanter Entbindung vs. exspektatives Vorgehen im Falle eines PPROM vor bzw. nach 34+0 SSW. (Nach Bond et al.
2017)
Neonatale Infektion | 1,61 | 0,74–3,50 | 0,71 | 0,47–1,07 |
Neonatale Infektion mit positiver Kultur bestätigt | 1,67 | 0,52–5,35 | 1,07 | 0,52–2,20 |
RDS | 1,09 | 0,84–1,43 | 1,45 | 1,10–1,90 |
| 1,46 | 1,08–1,96 | 1,22 | 1,05–1,42 |
Chorioamnionitis | 0,77 | 0,45–1,30 | 0,26 | 0,12–0,57 |
Endometritis | 2,23 | 1,29–3,84 | 0,37 | 0,10–1,40 |