Einführung in die geriatrische Urologie
Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland ist für die kommenden Jahrzehnte vorgezeichnet. Bis zum Jahr 2030 wird die Anzahl derer in der Altersgruppe 65+ um rund ein Drittel auf 22,3 Mio. Personen angestiegen sein. Die Zunahme an Lebensjahren geht häufig auch mit einer Zunahme an (urologischen) Gesundheitsstörungen einher. Vor allem beim alternden Mann kommt die Diskussion um Überdiagnostik und Übertherapie in der Vorsorge zum Tragen. Bei der Therapie des Prostatakarzinoms spielt das Konzept der aktiven Überwachung eine zunehmend größere Rolle. Ein großer Teil der älteren und alten Männer mit Prostatakarzinom scheint nicht (mehr) von einer direkten kurativen Therapie zu profitieren.