Arterielle Verschlusskrankheit der hirnversorgenden Arterien – Epidemiologie und spezielle Pathophysiologie
Verschlussprozesse der hirnversorgenden Arterien sind eine häufige Ursache für ischämische Hirninfarkte. Für das Verständnis von Erkrankungen der hirnversorgenden Arterien sind Grundkenntnisse der zerebrovaskulären Hämodynamik sowie der Pathomechanismen der arterio-arteriellen Embolie bei Atherosklerose bedeutsam. Dieses Kapitel stellt epidemiologische Aspekte und Prinzipien der Pathophysiologie von Stenosen und Verschlüssen hirnversorgender Arterien nicht als Eingefäßerkrankung, sondern im Kontext eines zusammenhängenden Gefäßsystems dar. Diese Betrachtungsweise bildet die Grundlage für das Verständnis der Ergebnisse von Therapiestudien zur Revaskularisation stenosierender Erkrankungen der hirnversorgenden Arterien, die in weiteren Kapiteln ausgeführt werden.