Asymptomatische periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
Die asymptomatische periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) beschreibt eine subjektive Beschwerdefreiheit durch Kompensation, Kollateralisation oder leistungslimitierende Grunderkrankung und entspricht dem Fontaine-Stadium I bzw. dem Rutherford-Stadium 0. Die asymptomatische pAVK umfasst den Großteil von Patienten mit manifester pAVK in einem altersunabhängigen Verhältnis von asymptomatischen zu symptomatischen pAVK-Patienten von 4:1. Der Goldstandard zur Diagnostik der pAVK ist die Ankle Brachial Index (ABI)-Erhebung (auch Knöchel-Arm-Index), wobei ein ABI < 0,9 eine pAVK anzeigt. Patienten mit asymptomatischer pAVK zeigen analog zu symptomatischen pAVK-Patienten ein erhöhtes Risiko für Morbidität und Mortalität sowie für eine Progression der Arteriosklerose. Das therapeutische Management zielt daher auf die Optimierung vaskulärer Risikofaktoren und die Behandlung von Begleiterkrankungen ab.