Definition, Epidemiologie und spezielle Pathophysiologie der akuten Ischämie der unteren Extremitäten
Die akute Extremitätenischämie (ALI) ist eine Reduktion der arteriellen Perfusion mit potenzieller Bedrohung der Extremität und einer Symptomdauer von bis zu 14 Tagen. Die (ALI) ist ein vaskulärer Notfall. Die Mortalitäts (10 %)- und Amputationsraten (6–8 %) während des stationären Aufenthaltes sind hoch. Die häufigsten Ursachen sind kardial embolisch oder ein lokal thrombotischer Verschluss (in-situ Thrombose). Die Differenzierung der dilatativ-aneurysmatischen Gefässkrankheit als Ursache der (ALI) ist wichtig, da sich die Therapie unterscheidet. Eine primär lebensbedrohliche Sonderform ist der akute Verschluss der Aorta abdominalis (Leriche Syndrom). Pathophysiologisch sind das Ausmass der Hypoxämie und die Dauer für die Entstehung von Gewebeuntergang prognostisch entscheidend. Der Grad der Gewebeschädigung hängt von der Reichweite des Kollateralzirkulation ab. Systemisch können komplizierend eine Rhabdomyolyse, akutes Nierenversagen sowie ein konsekutives Lungenödem hinzukommen.