Indikationsstellung zur operativen Revaskularisation
Wenige gute Studien behandeln den direkten Vergleich zwischen endovaskulärer und offen chirurgischer Revaskularisation bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Die Studien BASIL-1, BASIL-2 und BEST-CLI zeigen, dass die Wahl des geeigneten Verfahrens stark von individuellen Patientenfaktoren abhängt.
Aktuelle Leitlinien (SVS, ESVS, DGG) insbesondere die im September 2024 veröffentlichte S3-Leitlinie zur „Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit“ betonen die Bedeutung einer individualisierten Therapie. Die Wahl endovaskulär vs. offen sollte auf einer Bewertung von Komorbidität, Aktivitätsniveau und anatomischen Besonderheiten basieren. Stagingsysteme wie GLASS und WIfI helfen, anatomische Gegebenheiten, Ischämiegrad und Amputationsrisiko zu bewerten und tragen zu einer optimalen interdisziplinären Behandlungsstrategie bei. Der gezielte Einsatz von Hybridverfahren bei der Behandlung komplexer Läsionen verbindet die Vorteile beider Methoden.