Entzündliche Myopathien
Die idiopathischen Myositiden sind heterogene, sporadisch auftretende, erworbene und potenziell behandelbare entzündliche Erkrankungen der Skelettmuskulatur, deren Einteilung nach klinischen, serologischen und myohistologischen Kriterien erfolgt. Sie sind klinisch durch eine progrediente Muskelschwäche, Muskelatrophien sowie teilweise Beteiligung extramuskulärer Organe gekennzeichnet. Histologisch finden sich entzündliche Infiltrate mit Nekrosen und vermehrter Immunreaktion in der Muskulatur. Myositisassoziierte und myositisspezifische Antikörper helfen bei der Klassifikation. Die wichtigsten idiopathischen Myositiden sind die Polymyositis, die Dermatomyositis und die Einschlusskörpermyositis, wobei Letztere im Alter am häufigsten ist. Zudem wird die immunvermittelte nekrotisierende Myopathie als eigenständige Entität abgegrenzt. Entzündliche Muskelerkrankungen kommen auch im Rahmen von Systemerkrankungen oder in Assoziation mit Kollagenosen (als Overlap-Myositis) sowie erregerbedingt vor.